Liebe SOEP-Community,
Sie haben sicherlich bereits erfahren, dass die Umbenennung der Mohrenstraße endlich realisiert wurde. Unsere neue, alte Adresse lautet nun: Anton -Wilhelm-Amo-Straße 58, 10117 Berlin.
In der aktuellen Ausgabe des SOEPnewsletter 2025 finden Sie alle Informationen zu den neuesten Datenveröffentlichungen (siehe “Data Service“) sowie zu anstehenden und vergangenen Veranstaltungen (siehe „News and Events“).
Wie gewohnt stellen wir eine Auswahl spannender neuer Publikationen auf Basis von SOEP-Daten vor (siehe „Veröffentlichungen“) und informieren über Neuigkeiten zu unseren SOEP-Mitarbeitenden (siehe „Staff News“).
Wir wünschen viel Freude beim Lesen!
Ihr Team vom SOEP Bereich Wissenstransfer
SOEP-Core-Daten 1984–2023 (v40.1) ab jetzt erhältlich
Alle registrierten Datennutzer*innen können die neueste Datenedition v40.1 (DOI: 10.5684/soep.core.v40.1eu) ab sofort über unser Online-Bestellformular bestellen.
Auf Deutsch: http://www.diw.de/SOEPbestellung
Auf Englisch: http://www.diw.de/SOEPorder
Die wichtigsten Neuigkeiten für die v40.1:
Weitere Details zur aktuellen Datenlieferung finden Sie als mitgeliefertes „WhatsNew“-Dokument im Datenpaket oder hier.
Preview: Welle 2024 der Betriebs- sowie Selbstständigenbefragung aus dem SOEP-LEE2-Projekt wird mit SOEP-Core v41 verfügbar
Das übergeordnete Ziel des SOEP-LEE2-Projekts besteht darin, Informationen von Betrieben mit den Individualdaten des SOEP-Core zu verknüpfen.
In Kooperation mit dem Institut für Personal und Arbeit (IPA) der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) und gefördert durch das Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (DTEC.Bw) bzw. die EU (NextGenerationEU) finden im Projekt SOEP-LEE2 zum einen Befragungen der Betriebe der SOEP-Befragten statt, die als abhängig Beschäftigte oder als Beamte tätig sind. Zum anderen werden Betriebe befragt, die durch eine geschichtete Zufallsstichprobe aus der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit gezogen werden und nicht mit dem SOEP-Core verknüpfbar sind (SOEP-LEE2-Compare). Dabei kommt der gleiche Fragebogen zum Einsatz wie bei den Betriebsstätten der SOEP-Core-Befragten. Die Vergleichsstichprobe dient dazu, eventuelle Selektivitäten quantifizierbar zu machen und die Fallzahl für Analysen auf betrieblicher Ebene zu erhöhen. Darüber hinaus werden diejenigen SOEP-Core-Teilnehmenden zu ihrer unternehmerischen Tätigkeit befragt, die selbstständig tätig sind. Diese Befragungen liefen 2022 und 2024. Eine weitere Befragung wird 2026 stattfinden.
Zentrale Themen sind: Digitalisierung der Arbeitswelt, Fachkräftemangel, betriebliche Herausforderungen in Organisation und Personalmanagement, Investitionen und Innovationen sowie Nachhaltigkeit und CO2-Emissionen.
Forschende, die mit den Daten arbeiten möchten, können diese entweder als Teil der SOEP-Core EU-Edition bestellen (siehe SOEP-Datenzugang) oder vor Ort im Forschungsdatenzentrum SOEP darauf zugreifen (siehe SOEP-in-Residence). Im FDZ SOEP kann die Onsite-Edition genutzt werden, die einige Variablen der SOEP-LEE2-Daten mit detaillierteren Ausprägungen und Kategorien enthält. Bereits verfügbar sind die Wellen der Selbstständigenbefragung 2020 und 2022 sowie die Betriebsbefragungen 2022. Zusammen mit dem SOEP-Core v41 wird zusätzlich die Welle 2024 aller Erhebungen veröffentlicht.
Die Dokumentation der Fragebögen, Variablen und Datensätze findet sich hier und auf paneldata.org. Bei Fragen oder für Auskünfte zum Projekt, zu den Datensätzen sowie zur Dokumentation wenden Sie sich bitte an Daniel Labarca Pinto.
SOEP-IS: Call for Submissions
Die SOEP Innovations-Stichprobe (SOEP-IS) verfolgt das Ziel, innovative Datenerhebung für die Wissenschafts-Community zu ermöglichen und eignet sich daher in besonderem Maße für die Etablierung neuer und zielgruppenspezifischer Messinstrumente in Langzeiterhebungen, für Kurz- und Langzeitexperimente und für die Erhebung von Nicht-Umfragedaten (z.B. Biomarker).
Interessierte Forscher*innen sollten aktuell besonders die Einreichungsfristen und -modalitäten für die Datenerhebung in 2027 im Blick behalten. Der Call for Submissions ist jetzt bereits offen. Wer gerne Fragen einreichen möchte, sollte am besten die SOEP-IS-FAQ-Seite besuchen und bis zum 16. Januar 2026 das Online-Kurzformular ausfüllen. Der Wissenschaftliche Ausschuss des SOEP-IS wird alle Vorschläge prüfen und die Forschenden bis zum 16. Februar 2026 informieren. Forschende, deren Vorschläge unter Vorbehalt angenommen werden, werden dann aufgefordert, bis zum 30. April 2026 ein vollständiges Antragsformular unter Verwendung der offiziellen Vorlage einzureichen. Die Gestaltung des Fragebogens beginnt in der Regel im folgenden Herbst. Die Daten werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 erhoben. Das Online-Kurzformular und weitere Informationen finden sich hier.
Außerordentliche Evaluierung des SOEP
Im Juli und September 2025 wurde das SOEP jeweils von einer Gutachtergruppe der Leibniz-Gemeinschaft und des Wissenschaftsrats besucht und eine außerordentliche Evaluation durchgeführt. Hintergrund hierfür ist, dass das SOEP über die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege in Berlin einen großen strategischen Sondertatbestand bei der Leibniz-Gemeinschaft hat einreichen lassen. Ziel ist es, das SOEP finanziell und inhaltlich zukunftsfest zu machen. Beide Evaluationen sind aus Sicht des SOEP gut verlaufen, mit einer offiziellen Stellungnahme beider Gremien ist jedoch erst im kommenden Jahr zu rechnen. „Das SOEP-Team hat eine großartige Mannschaftsleistung gezeigt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützer*innen für den Einsatz bei der Evaluierung des großes Sondertatbestands“, resümiert Sabine Zinn, Direktorin des SOEP.
Spotlight: SOEP in den Medien
Thema „Geflüchtete Menschen in Deutschland“
Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hinsichtlich der damals eingeschlagenen Flüchtlingspolitik die Überzeugung äußerte: „Wir schaffen das“ – und viele Medien nehmen den runden Geburtstag dieser Zäsur setzenden Aussage zum Anlass für eine kritische Bestandaufnahme. „Ziemlich geschafft“ titelt z.B. DER SPIEGEL am 31.07.2025 – und nutzt unter anderem Daten der seit 2016 laufenden IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, die exklusiv für diese Ausgabe vom SOEP bereitgestellt wurden.
Die Studie ist zugleich Grundlage für den am 27.08.2025 erschienenen DIW-Wochenbericht 35/2025 mit drei Artikeln zu den Themen Willkommenskultur, Einbürgerung und frühkindliche Entwicklung, ebenso wie für ein "DIW - Nachgeforscht"-Video mit Sabine Zinn.
© DIW Berlin
Weitere überregionale Medien haben die Forschungsergebnisse des SOEP aufgegriffen:
Thema „Einsamkeit in Deutschland“
Nicht zuletzt durch die Einsamkeitsstrategie der Bundesregierung sind Einsamkeit und ihre Folgen für die Gesellschaft stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Einen guten Überblick über den Gegenstand bietet die YouTube-Folge des Online-Recherchekanals „Sollten wir darüber reden?!“: „Einsamkeit – Bist Du gefährdet? Was Deine Persönlichkeit darüber verrät“, für die u.a. SOEP-Forscherin Theresa Entringer als Expertin befragt wurde.
Auch die Zeitschrift GEO griff das Thema am 22. September 2025 auf und nennt das SOEP die „verlässlichste Datenquelle zu Einsamkeit in Deutschland“: „Was die Forschung über männliche Einsamkeit weiß“ (Artikel für Abonnent*innen).
Thema „SOEP allgemein“
„Wir wollen gesellschaftlichen Wandel verstehen“ – das SOEP prägnant und anschaulich zusammengefasst wird in diesem kurzweiligen Film mit Sabine Zinn, der im Rahmen der Reihe „100 Jahre DIW“ entstand und auf Instagram rund 50.000 Aufrufe erzielte. Er zählt zu den meistgesehenen Reels in der Reihe anlässlich des 100-jährigen Institutsjubiläums.
© DIW Berlin
Dazugehöriger Podcast: „Ein Schatz, der immer weiter wächst“.
Sabine Zinn bei der Aufzeichnung der Podcastfolge.
© DIW Berlin
In der Reihe „100 Jahre DIW“ gibt es noch weitere lesenswerte Beiträge aus dem SOEP, z.B.:
Digitalisierungsprojekt „Historische DIW-Wochenberichte“
Die im Rahmen des DFG-Projektvorhabens „Wochenbericht digital in Wort und Zahl – Digitale Bereitstellung der DIW-Wochenberichtsinhalte 1928 bis 1968 (WBdigital)“ und die aus Eigenmitteln digitalisierten Wochenberichte 1969 bis 2004 sind nun digital verfügbar.
Über die Webseite „Wochenberichte retrospektiv 1928 bis 2004“ sind die historischen Wochenberichte als PDF zugänglich. Auf dieser Seite ist eine Katalogsuche, aber keine Volltextsuche möglich. Darunter finden sich auch Beiträge auf Grundlage der SOEP-Daten.
Wir freuen uns auf eine rege Nutzung dieses neuen digitalen Angebots.
Erfolgreich mit den SOEP-Daten arbeiten: Jetzt anmelden für die nächste SOEPcampus-Veranstaltung
SOEPcampus-Workshops sind sowohl für SOEP-Einsteiger*innen als auch für fortgeschrittene Nutzer*innen hilfreich: Neben praktischen Anleitungen zum Aufbereiten der Daten kann man seine SOEP-Kenntnisse verfeinern und direkte Hilfestellungen bei der Aufbereitung seines Datensatzes erhalten.
Unser regelmäßiges Angebot besteht sowohl aus Online- als auch Präsenzmodulen – hier ist der nächste Veranstaltungstermin: Learn to use the SOEP over lunch: Online-Workshop-Reihe im November und Dezember.
Die Termine finden mittwochs (26. November, 3. und 10. Dezember 2025) über die Mittagszeit statt. Die Teilnehmer*innen werden in den Inhalt der Studie, die Datenstruktur, die Stichprobenauswahl und die Gewichtungsstrategie eingeführt und erhalten einen Überblick über die Studiendokumentation.
Für das kostenlose Online-Seminar nutzen wir Microsoft Teams.
Zielgruppe: Wissenschaftler*innen auf allen Qualifikationsstufen, die in Zukunft mit den SOEP-Daten arbeiten wollen oder sich aktuell im frühen Stadium der SOEP-basierten Datenanalyse befinden.
Sprache: Englisch
Anmeldung: bitte bis zum 25. November 2025 per E-Mail bei Janina Britzke (jbritzke@diw.de) unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Institution. Die Einladungen mit dem Teilnahmelink sowie etwaige Materialien werden in der Woche vor der ersten Sitzung im November verschickt. Es gibt keine Begrenzung der Teilnehmendenzahl.
CfP: International SOEP User Conference 2026 – jetzt Abstract einreichen
Vom 8. bis 9. Juli 2026 findet die 16. Internationale SOEP-Nutzendenkonferenz in Berlin statt. Ab sofort rufen wir zu Einreichungen von Beiträgen auf. SOEP-Forscher*innen aller Disziplinen sind eingeladen, sich mit einem Abstract zu bewerben. Besonders willkommen sind Beiträge, die sich mit Metawissenschaft, Robustheit, Replizierbarkeit, Reproduzierbarkeit und offener Wissenschaft befassen. Dazu gehören unter anderem Studien, die verschiedene Populationen oder Stichproben, Analysen, Designs, Methoden und Zeiträume vergleichen und/oder kombinieren. Darüber hinaus begrüßen wir auch Beiträge, die über diesen thematischen Schwerpunkt hinausgehen, insbesondere solche, die die Längsschnittmerkmale des SOEP nutzen, sowie Beiträge zur Umfragemethodik und zur länderübergreifenden Vergleichsanalyse. Für die Keynotes konnten Wiebke Bleidorn (Universität Zürich, Schweiz) sowie Thomas Dohmen (Universität Bonn und Universität Maastricht, Deutschland/Niederlande) gewonnen werden. Deadline für die Einsendung eines Abstracts (bis zu 300 Worten) ist der 28. Februar 2026 an folgende Adresse: soep2026@diw.de. Weitere Details finden Sie auf unserer Konferenzseite.
Bericht 2. Leibniz Open Science Day 2025: Better Science for Better Policies
Der im Rahmen des Lab2 (Lab Square) Projekts vom SOEP/DIW Berlin zusammen mit ZBW, WZB und RWI veranstaltete „2. Leibniz Open Science Day 2025: Better Science for Better Policies” fand am 27. Oktober 2025 bei der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin statt.
Die diesjährige Keynote wurde von Prof. Johanna Rickne (Universität Stockholm) gehalten. Das Programm beleuchtete die wachsende Bedeutung der Metawissenschaft mit Schwerpunkt auf Replikationen und Metastudien, um die Glaubwürdigkeit der Forschung zu stärken, Heterogenität und Verzerrungen zu identifizieren und methodische Standards zu verbessern.
Bericht BeNA-Vortragsreihe 2025
Am 9. und 10. Oktober 2025 veranstaltete das Berliner Netzwerk für Arbeitsmarktforschung (BeNA) seine jährliche Vortragsreihe am DIW Berlin, organisiert von SOEP-Doktorand Thomas Rieger. Der diesjährige Dozent war Peter Hull, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Brown University, mit einer zweitägigen Reihe über Shift-Share-Designs und recentered IV-Methoden – zwei innovative Ansätze in der angewandten Ökonometrie.
Die Veranstaltung brachte Promovierende, Postdocs und Fakultätsmitglieder aus ganz Deutschland zusammen. Zusätzlich zu den Vorlesungen hielt Professor Hull einen Forschungsvortrag und führte Einzelgespräche mit den Teilnehmenden. Weitere Informationen (auf Englisch) und Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier.
Die Teilnehmenden der BeNA Lecture Series 2025 mit Peter Hull
© DIW Berlin
Leibniz-Podcast „Tonspur Wissen“ – Folge mit Jascha Dräger zu Fehlzeiten in der Schule
Wer oft in der Schule fehlt, zahlt in der Regel ein Leben lang dafür: mit schlechteren Noten, weniger Geld und häufigerer Arbeitslosigkeit. Diese drastischen Folgen von Fehlzeiten belegen mittlerweile zahlreiche Studien. "Fehlzeiten sind besonders in den Klassen 1 und 6 bis 10 schädlich für die Leistung in der Abschlussprüfung", sagt auch SOEP-Forscher Jascha Dräger in der Podcast-Folge „Tonspur Wissen: Was Fehlzeiten in der Schule für das ganze Leben bedeuten?“, in der er von seinen neusten Studienergebnissen berichtet. Die Folge können Sie z.B. hier hören.
Die Studienergebnisse im Detail sind im DIW-Wochenbericht 34/2025 (PDF, 460.75 KB) zu finden, lesen Sie mehr dazu unter „Veröffentlichungen“.
Wohneigentum hängt in Deutschland immer noch stark von den Eltern ab
Junge Menschen in Deutschland besitzen deutlich seltener Wohnimmobilien als ihre Eltern und wohnen zunehmend zur Miete. Wer jedoch aus einer Eigentümerfamilie stammt, hat weiterhin deutlich bessere Chancen, selbst in den eigenen vier Wänden zu leben. Dieser Zusammenhang hat sich zwar abgeschwächt, bleibt im europäischen Vergleich aber hoch. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie, die Philipp M. Lersch, Leiter der Forschungsgruppe Lebensverlauf und Ungleichheit, mit zwei Kollegen von der Universität Oxford auf Basis von EU-SILC-Daten erstellt hat. „Selbst wenn junge Menschen gerne in die eigenen vier Wände ziehen würden, gelingt es ihnen immer seltener“, konstatiert er. Es müsse eine umfassende politische Strategie entwickelt werden, die Menschen Auswahl und Entscheidungsfreiheit auf dem Wohnungsmarkt ermöglicht, die also für genügend Wohnraum zu erschwinglichen Preisen sorgt. „Ob man sich Wohneigentum leisten kann, darf keine Frage der Herkunft sein. Eigenkapitalhürden sollten daher gesenkt werden – etwa durch Modelle wie den Mietkauf,“ empfiehlt Lersch.
Weitere Details zu den Studienergebnissen lesen Sie im DIW-Wochenbericht 44/2025.
© DIW Berlin
Infografik für Lersch, P. M., Selçuk Bedük und Enrico Benassi (2025): Einfluss der Eltern auf das Wohneigentum der Kinder ist immer noch hoch, geht aber zurück. DIW- Wochenbericht 44/2025, 695-703. (Audio-)Interview mit Philipp M. Lersch (DIW).
Armutsrisiko stagniert, ist aber bei Geflüchteten und Erwerbslosen sehr hoch
Die hohe Inflation der Jahre 2021/22 hat die Reallöhne und verfügbaren Einkommen in Deutschland erstmals seit 2013 wieder sinken lassen. Gleichzeitig ist aber bei den Bruttostundenlöhnen die Ungleichheit weiter zurückgegangen, was vor allem an den positiven Entwicklungen am unteren Ende der Lohnverteilung liegt. Bei den verfügbaren Einkommen auf Haushaltsebene stagniert hingegen seit 2020 die Ungleichheit ebenso wie die Armutsrisikoquote. Das Armutsrisiko hat vor allem für Erwerbslose und Geflüchtete stark zugenommen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Erhebung zur Einkommensverteilung in Deutschland auf Basis von SOEP-Daten, die ausführlich im DIW-Wochenbericht 42/2025 vorgestellt werden. „Die gute Nachricht ist: Seit 2020 sinkt die Armutsrisikoquote bei Geflüchteten wieder etwas, was der zunehmenden Arbeitsmarktintegration zu verdanken sein dürfte“, sagt Studienautor Markus M. Grabka. Es zeige sich deutlich, dass Arbeit vor Armut schützt. Deshalb empfiehlt er: „Um die Einkommensungleichheit und das Armutsrisiko zu senken, sollte die Integration bestimmter Gruppen in den Arbeitsmarkt stärker gefördert werden. Auch das Transfersystem müsste reformiert werden, da sich eine Ausweitung der Arbeitszeit gerade im unteren Einkommensbereich kaum im Geldbeutel bemerkbar macht."
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Infografik für Grabka, M. M. und Erich Wittenberg (2025): Armutsrisiko stagniert, ist aber bei Menschen mit Migrationshintergrund und Erwerbslosen weiterhin hoch. DIW- Wochenbericht 42/2025, 663-671. (Audio-)Interview mit Markus M. Grabka (DIW).
Verteilungsnarrative verschärfen Klimapopulismus
Populistische Parteien nutzen gezielt Narrative von sozialer Ungerechtigkeit, um Klimapolitik als unsozial und von Eliten getrieben darzustellen. Eine neue SOEP-Studie zeigt auf Basis eines Umfrageexperiments mit rund 1600 Personen: Alle drei untersuchten Narrative – wonach durch klimapolitische Maßnahmen vor allem ärmere Haushalte belastet würden, Unternehmen sich ihrer Verantwortung entzögen und die deutsche Volkswirtschaft geschwächt würde – verstärken klimapopulistische Haltungen. Besonders das Einkommensnarrativ wirkt sich zudem negativ auf die Zufriedenheit mit der Demokratie aus. Frauen sowie einkommensschwache, ostdeutsche und rechte Wähler*innengruppen reagieren besonders stark auf das Einkommensnarrativ. Das Unternehmensnarrativ wirkt hingegen vor allem unter Männern, in ostdeutschen Regionen und in linken Wählermilieus. Das Wirtschaftsnarrativ, wonach Klimapolitik die deutsche Volkswirtschaft schwächt, findet besonders in der rechten Wählerschaft Resonanz.
Werden Maßnahmen als gerecht wahrgenommen – etwa durch sozial ausgewogene Ausgleichsmechanismen wie das Klimageld – verlieren polarisierende Narrative an Wirkung. Entscheidend sei außerdem eine transparente Kommunikation, die Verteilungskonflikte nicht umgeht, sondern offen adressiert.
SOEP-Doktorand Lorenz Meister hat die Studie gemeinsam mit Matilda Gettins von FiscalFuture, einer Nichtregierungsorganisation, erstellt und im DIW-Wochenbericht 38+39/2025 vorgestellt.
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Infografik für Gettins, M. und Lorenz Meister (2025): Narrative zur Verteilungswirkung von Klimapolitik können Populismus stärken. DIW-Wochenbericht 38/39/2025, 603-610. (Audio-)Interview mit Lorenz Meister (DIW).
Geflüchtete fühlen sich weniger willkommen in Deutschland – 98 Prozent wollen Einbürgerung
„Integration verläuft in verschiedenen Bereichen unterschiedlich schnell – erst mit einer längeren Aufenthaltsdauer können bestimmte Entwicklungen wie das Einbürgerungsverhalten oder das Aufwachsen der zweiten Generation untersucht werden. Dank belastbarer Daten ist dies nun möglich", sagt Cornelia Kristen, DIW-Fellow am SOEP, mit Blick auf den DIW-Wochenbericht 35/2025, der in Form von drei Analysen unterschiedlichen Aspekte von Integration aus Sicht der schutzsuchenden Personen beleuchtet. Basis der Berechnungen ist die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, die zwischen 2013 und 2019 nach Deutschland gekommen sind.
Viele Geflüchtete in Deutschland fühlen sich heute weniger willkommen als bei ihrer Ankunft. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Fremdenfeindlichkeit. Geflüchtete fühlen sich auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt teils diskriminiert. Unterschiede bestehen je nach Geschlecht, Bildungsstand und Region: Geflüchtete Männer nehmen Diskriminierung bei der Wohnungssuche in Ostdeutschland deutlich stärker wahr als in Westdeutschland. SOEP-Studienautorin Ellen Heidinger. Transparente Vergabeverfahren und anonymisierte Bewerbungen könnten Chancengleichheit schaffen.
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Infografik für Cumming, P. und Ellen Heidinger (2025): Willkommensgefühl bröckelt: Geflüchtete nehmen Diskriminierung am Arbeits- und Wohnungsmarkt wahr. DIW-Wochenbericht 35/2025, 525-533. (Audio-)Interview mit Ellen Heidinger (DIW).
Dennoch ist die Bereitschaft zur Einbürgerung hoch, weniger als zwei Prozent der Befragten planen keine Beantragung. Durch die Reformen des Staatsangehörigkeitsrechts 2024 wird zwar die Aufenthaltszeit für Einbürgerungen verkürzt, zugleich werden aber die Anforderungen an die wirtschaftliche Selbstständigkeit erhöht. Besonders vulnerable Gruppen – etwa Alleinerziehende oder Geringqualifizierte – werden ausgebremst. „Die Einbürgerung ist ein zentraler Schritt zur gesellschaftlichen Teilhabe. Doch die Reform droht gerade jene auszuschließen, die am meisten davon profitieren würden. Das verschenkt wertvolle Integrationschancen“, stellt SOEP-Studienautor Jörg Hartmann fest.
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Infografik für Hartmann, J. (2025): Geflüchtete wollen langfristig bleiben und Deutsche werden. DIW-Wochenbericht 35/2025, 535-542.
Ein dritter zentraler Befund: Die Entwicklungschancen der in Deutschland geborenen Kindern Geflüchteter hängen von sozialen und strukturellen Lebensbedingungen ab und nicht von der Fluchterfahrung. In Deutschland geborene Kinder von geflüchteten Müttern weisen bei Geburtsgewicht, -länge, Kaiserschnitthäufigkeit und Stillverhalten keine Unterschiede zu anderen Kindern in Deutschland auf. Im Kleinkindalter zeigen sich jedoch Entwicklungsunterschiede in Sprache, Motorik und sozialem Verhalten. Laut den SOEP-Studienautorinnen Valeriia Heidemann und Sabine Zinn lassen sich diese weitgehend durch die mentale Gesundheit, Bildung und Erwerbstätigkeit der Mutter sowie den Zugang zu institutioneller Betreuung erklären.
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Infografik für Heidemann, H. und Sabine Zinn (2025): Lebensverhältnisse der Mütter prägen Gesundheit und frühkindliche Entwicklung – Fluchterfahrung spielt kaum eine Rolle. DIW-Wochenbericht 35/2025, 543-553.
Sabine Zinn zieht insgesamt eine gemischte Bilanz: „Nach zehn Jahren sind die meisten männlichen Geflüchteten im Arbeitsmarkt angekommen. Doch gerade geflüchtete Frauen sind deutlich seltener erwerbstätig. Die meisten Geflüchteten streben eine Einbürgerung an – ein Zeichen dafür, dass sie dauerhaft in Deutschland bleiben wollen. Allerdings bestehen weiterhin strukturelle Hürden, die Teilhabe erschweren. Diese liegen vor allem in fehlender zielgerichteter Bildung und Arbeitsmarktintegration.“
Beispiel England zeigt: Jeder Fehltag in der Schule geht mit schlechteren Abschlussnoten einher
Die Zahl der Schulfehltage ist in Berlin seit der Corona-Pandemie deutlich gestiegen – auf etwa neun Prozent pro Schuljahr – und liegt damit auf einem ähnlich hohen Niveau wie in England. Dort werden im Gegensatz zu Deutschland seit Jahren detaillierte Daten zu Fehlzeiten und schulischen Leistungen erhoben. Laut einer im DIW-Wochenbericht 34/2025 vorgestellten Studie unter Beteiligung zweier Forscher der University of Glasgow und der University of Strathclyde in Glasgow geht jeder versäumte Schultag – ob entschuldigt oder nicht – mit schlechteren Abschlussnoten am Ende der elfjährigen Pflichtschulzeit einher. Besonders starke Folgen haben Fehltage in der ersten sowie in der sechsten bis zehnten Klasse. In Deutschland könnte vor allem die Endphase der Grundschule kritisch sein, da hier die Weichen für den Übergang auf weiterführende Schulen gestellt werden. „Fehltage schaden nicht nur kurzfristig, sondern ziehen in vielen Fällen eine Spur durch den ganzen weiteren Bildungsverlauf und das spätere Erwerbsleben“, so SOEP-Studienautor Jascha Dräger. Deshalb sollten Fehltage systematisch in allen Bundesländern erfasst und veröffentlicht werden. Außerdem sollten Schulen besser darauf vorbereitet sein, versäumte Inhalte systematisch nachzuholen – etwa durch schulisch organisierte Förderangebote oder individuelle Lernpläne. Bereits vorhandene Konzepte zur Verringerung von Fehltagen sollten konsequent umgesetzt werden. Dafür müssten Schulen entsprechend ausgestattet werden, finanziell wie personell.
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Infografik für Dräger, J., Markus Klein und Edward Sosu (2025): Beispiel England zeigt: Jeder Fehltag in der Schule geht mit schlechteren Abschlussnoten einher. DIW- Wochenbericht 34/2025, 511-518. (Audio-)Interview mit Jascha Dräger (DIW).
Barbara Stacherl hat am 9. September ihre Dissertation mit dem Titel „‚Spatial Healthcare Access: Measurement, Health-Related Outcomes, and Healthcare Utilization“ mit summa cum laude erfolgreich an der Universität Bielefeld abgeschlossen.
Die Dissertation hat Barbara im Rahmen des Promotionsstudiengangs Public Health eingereicht und verteidigt.
Die Kommission bestand aus Prof. Odile Sauzet (Erstbetreuung, Universität Bielefed), Ass-Prof. Anna-Theresa Renner (Zweitbetreuung, Technische Universität Wien), Prof. Oliver Razum (Universität Bielefeld) und Prof. Anna Oksuzyan (Universität Bielefeld).
Wir gratulieren Barbara zu dieser herausragenden Leistung!
Die Kommission (v. l. n. r.): Prof. Oliver Razum (Universität Bielefeld), Prof. Anna Oksuzyan (Universität Bielefeld), Ass-Prof. Anna-Theresa Renner (Zweitbetreuung, Technische Universität Wien) und (rechts) Prof. Odile Sauzet (Erstbetreuung, Universität Bielefed) bei der Disputation von Barbara Stacherl (2. v. r.)
© SOEP / DIW Berlin
Die Kommission (v. l. n. r.): Prof. Oliver Razum (Universität Bielefeld), Prof. Anna Oksuzyan (Universität Bielefeld), Ass-Prof. Anna-Theresa Renner (Zweitbetreuung, Technische Universität Wien) und (rechts) Prof. Odile Sauzet (Erstbetreuung, Universität Bielefed) bei der Disputation von Barbara Stacherl (2. v. r.) © SOEP / DIW Berlin
Sabine Zinn als einer der 100 wichtigsten Köpfe der Hauptstadt-Wissenschaft 2025 ausgewählt
Die Tagesspiegel-Redaktion kürt jedes Jahr 100 Persönlichkeiten, die die Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg besonders prägen und die Wissenschaft der Zukunft gestalten. Kriterien sind herausragende Forschung, Auszeichnungen, besonderes Engagement in der Lehre oder darüber hinaus, Ausgründungen oder Wissenschaftskommunikation. Mit Sabine Zinn wurde nach Philipp Lersch im Jahr 2024 zum zweiten Mal hintereinander ein/e SOEP-Wissenschaftler*in ausgewählt und in der Tagesspiegel-Reihe „Die 100 wichtigsten Köpfe der Wissenschaft, Folge 9: Sie erforschen, was den Markt regelt (nur für Abonennt*innen)“, vorgestellt.
YES! Young Economic Solutions
Beim YES! Young Economic Solutions 2025 betreute Florian Griese eine 10. Klasse des Wiprecht Gymnasiums aus Groitzsch auf ihrem Weg bis ins Bundesfinale. Ziel des Klassenprojekts ist die Reduktion von Geschlechterstereotypen in der Erziehung für mehr Entlastung von Müttern. Die Schülerinnen und Schüler möchten es Vätern erleichtern, sich den Aufgaben der Elternzeit zu stellen, indem sie die App "Held zu Hause" mit Hilfestellungen für junge Väter entwickelt haben.
Das YES! ist Deutschlands größter Schulwettbewerb zu globalen Herausforderungen in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Umwelt der Klassenstufen 10+. Ziel ist es, unternehmerisches Denken und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fördern und junge Menschen zu ermutigen, als aktive Gestalter*innen gesellschaftlicher Zukunft zu agieren. Schulteams aus verschiedenen Regionen wählen reale, gesellschaftlich relevante Fragestellungen aus und entwickeln über mehrere Monate konkrete Lösungsvorschläge. Dabei werden sie von Mentor*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und/oder Sozialunternehmen begleitet. Die Jugendlichen lernen, ihre Ideen nicht nur kreativ zu entwickeln, sondern auch deren Umsetzungspotenzial im Sinne unternehmerischer Lösungsstrategien zu reflektieren.
Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.
Ab 2026 wird der Wettbewerb, bisher unter der Leitung des ZBW, von der Deutschen KlimaStiftung ausgerichtet. Die Förderung erfolgt weiter durch die Joachim Herz Stiftung.
© Yes!
Bettina Hünteler arbeitet seit Anfang August als Postdoktorandin im DECIPHE Projekt. Daneben arbeitet sie an weiteren Fragen sozialer Ungleichheit wie Gesundheit, im Zusammenhang mit Familie und Migration.
Im Bereich Angewandte Panelanalysen gibt es drei Neuzugänge:
Marianna Magagnoli ergänzt seit dem 22. September das Team, Alexander Grawe ist dort seit dem 1. Oktober als Doktorand tätig, zeitgleich mit Lukas Menkhoff, der vom DIW ins SOEP gewechselt ist.
Paylag Torossian arbeitet seit 7. November als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Data Operation und Forschungsdatenzentrum.
CfP: ISQOLS 2026 Winter Virtual Conference Pathways to Inclusive Well-being
29-30 January 2026 ABSTRACT SUBMISSION DEADLINE: 15 NOVEMBER The International Society for Quality-of-Life Studies (ISQOLS) is delighted to announce the ISQOLS 2026 Winter Virtual Conference, a two-day event dedicated to showcasing the work of emerging scholars in the field of quality-of-life studies.
This fully online conference will bring together early-career researchers from around the globe to share innovative insights on the many pathways to inclusive and equitable well-being. We welcome contributions that investigate the social structures, opportunities, and connections—both offline and online—that promote thriving communities. In particular, we encourage research on the ways digital interaction and social media influence well-being, from expanding access to opportunities and social support to shaping perceptions, aspirations, and life satisfaction.
Invitation to the Interdisciplinary Colloquium on Digitalisation of Research "Social Scientific Data Quality and Reproducibility in the AI Era: Challenges and Pathways" with Stefan Dietze
We are delighted to invite you to the next session of our Interdisciplinary Colloquium on Digitalisation of Research. Our December special guest will be Stefan Dietze (GESIS Leibniz Institute for the Social Sciences + Heinrich Heine University Düsseldorf) and he will give a talk on “Social Scientific Data Quality and Reproducibility in the AI Era: Challenges and Pathways”. Make sure to join us on Zoom or at FIZ Karlsruhe in person! The speaker will join online. Date: 4 December 2025, 11:00-12:00. Event website: here, Registration: here.
The Colloquium is organised by the Leibniz Science Campus "Digital Transformation of Research" (DiTraRe). We are investigating the effects and potential of the increasing digitalisation of scientific work in a multilevel approach. Our interdisciplinary consortium aims at establishing a new research branch.
This event is held monthly in a hybrid format, with each session hosted at a different institute to foster a diverse and enriching exchange of ideas. The Colloquium takes one hour, including a presentation and a discussion part. It aims to bring together researchers from various disciplines to discuss and explore the impact of digitalisation on research methodologies, data management, and collaborative practices.
"Data4Society" – Open Call für die 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (10|KSWD) / 10th Conference on Social and Economic Data
Die 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (10|KSWD) findet am 22. und 23. Juni 2026 in Berlin unter dem Motto „Data4Society“ statt.
Der ausführliche Call ist auf der KSWD-Homepage zu finden. Beiträge können bis zum 15.01.2026 über ConfTool eingereicht werden.
Call for Abstracts | 16th Scientific Conference | ADM, ASI, Destatis
We would like to draw your attention to our Call for Abstracts for the 16th Scientific Conference on Survey Methods of ADM, ASI, and the Federal Statistical Office, and invite you to submit an abstract and/or save the dates of 25–26 June 2026 in your calendar. The conference focuses on the theme of online surveys. You can find the call attached and further information on the event page.
The submission deadline is 31 January 2026. We will inform you on our website and by email as soon as registration is possible.
The conference will take place exclusively in person.
For further information and any questions, please contact us by email at Institut-Veranstaltungen@destatis.de.
Call for Papers – Bristol Applied Economics Meetings (BÆM 2026), 5–8 May, University of Bristol
We are pleased to announce the 3rd edition of the Bristol Applied Economics Meetings (BÆM), to be held 5–8 May 2026 at the University of Bristol. This year’s edition features three focused workshops:
Development Economics (5–6 May) – Confirmed speakers: Mushfiq Mobarak (Yale), Kate Orkin (Oxford), Imran Rasul (UCL), and Pauline Rossi (CREST).
Economics of Migration (6–7 May) – Confirmed speakers: Ran Abramitzky (Stanford), Joan Monras (UPF), and Caroline Theoharides (Amherst).
Fairness in the Economy (8 May) – Confirmed speakers: Ernst Fehr (Zurich), Roland Bénabou (Princeton), and Ingvild Almås (Zurich).
We invite submissions from all relevant subfields of applied economics and particularly encourage contributions from researchers of diverse backgrounds, career stages, and institutions worldwide.
The submission deadline is 31 January 2026. Further details and submission guidelines can be found on our website: https://www.baem.info/
We look forward to receiving your submission and to welcoming you to Bristol in May 2026.