Die Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes wird derzeit wieder diskutiert. Eine solche Reform würde einkommensschwache Haushalte deutlich stärker treffen als Haushalte mit mittleren und hohen Einkommen. Diesen Verteilungswirkungen könnte ein Mehrwertsteuer-Bonus gezielt entgegenwirken. Dazu müsste der Staat eine zusätzliche Transferleistung zahlen, die sich an der durchschnittlichen Mehrwertsteuerbelastung ...
Wie reagieren private Haushalte auf eine Veränderung der Verbraucherpreise oder des Zinsniveaus? Reduzieren sie gegenwärtigen Konsum und sparen stattdessen für die Zukunft, wenn Preise oder Zinssätze steigen? Oder lassen sie ihren einmal gewählten Konsumpfad unverändert? Nur wer die Antworten auf diese Fragen kennt, kann steuer- und sozialpolitische Reformen wie die Einführung einer Abgeltungsteuer, ...
In der Regierungskoalition wird eine Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes diskutiert. Umstritten ist, ob die Steuerermäßigungen für Grundnahrungsmittel und Kulturgüter erhalten bleiben sollen. Simulationsanalysen des DIW Berlin zeigen, dass die Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel Geringverdiener relativ zu ihrem Einkommen deutlich stärker trifft als Mittel- und Hochverdiener. Bei einer generellen ...
Gut ein Zehntel aller Erwerbstätigen in Deutschland ist selbständig, und nur eine von hundert Erwerbspersonen wagt jedes Jahr den Schritt in die Selbständigkeit. Klassische Faktoren wie Bildung, Berufserfahrung und elterliche Prägung greifen zur Erklärung des Phänomens "Selbständigkeit" zu kurz. Selbständige sind offener für Erfahrungen, extrovertierter und risikofreudiger als Angestellte, und sie ...
Seit 1999 die Insolvenzordnung eingeführt wurde, können sich Privatpersonen, die sich überschuldet haben, in einem Insolvenzverfahren entschulden. Dafür muss der private Schuldner zunächst die sechsjährige Wohlverhaltensphase durchlaufen, während derer sein Einkommen oberhalb einer Pfändungsgrenze an die Gläubiger abgeführt wird. Nach dieser Phase werden die Restschulden erlassen. Da in Einzelunternehmen ...
Im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Staatsverschuldung auch in Deutschland stark zugenommen. In Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird sie von 65 Prozent Ende 2007 auf voraussichtlich 75,5 Prozent Ende 2010 steigen. Das staatliche Nettovermögen (Vermögenswerte minus Schulden) ist in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich gesunken, von 52 Prozent des BIP im Jahr 1991 auf sechs ...