Ökonometrische Bestimmung der unmittelbaren Kosten des Zugbetriebes

Aktuelles Projekt

Projektleitung

Dr. Heike Link

Projektzeitraum

1. Oktober 2019 - 29. Februar 2020

Auftraggeber

DB-Netz AG

Kooperationspartner

Institute for Transport Studies, University of Leeds

Mit der Einführung des Trassenpreissystems „TPS 2018“ im Jahre 2018 hat die DB Netz AG ein Preissystem für die Nutzung des Schienennetzes entwickelt, das entsprechend den Vorgaben des Eisenbahnregulierungsgesetzes (ERegG) aus zwei wesentlichen Komponenten besteht: Zum einen aus den (kurzfristigen) Grenzkosten der Trassennutzung (unmittelbare Kosten des Zugbetriebes), und zum anderen aus Ramsey-basierten Aufschlägen zur Vollkostendeckung. Das TPS 2018 sieht außerdem Zu- und Abschläge zum Beispiel für zeitliche und räumliche Flexibilität vor.
Den unmittelbaren Kosten des Zugbetriebes kommt eine besondere Bedeutung zu, da sie das preisliche Signal für eine effiziente Nutzung der vorhandenen Kapazität darstellen.
In der wissenschaftlichen Literatur, aber auch bei anderen europäischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und Regulierungsbehörden haben sich für die Ermittlung von Grenzkosten für die laufende Unterhaltung (maintenance) und für Erneuerungskosten (renewals) ökonometrische Modelle als State-of-the-Art etabliert, so zum Beispiel in Großbritannien, Schweden und Frankreich. Das Projekt hat zum Ziel, für die DB Netz AG regulierungsfeste unmittelbare Kosten des Zugbetriebes für die Instandhaltung und für die Erneuerungsinvestitionen mittels ökonometrischer Methoden zu bestimmen.

DIW Team

Themen: Verkehr

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