Bericht vom 27. Dezember 2019
Der Energieverbrauch in Deutschland ist vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) zufolge in diesem Jahr um 2,3 Prozent gesunken. Für den Rückgang sorgten unter anderem Verbesserungen bei der Energieeffizienz, ein konjunkturell bedingt niedrigerer Energieverbrauch der Industrie und eine veränderte Zusammensetzung des Energiemixes. So ist der Verbrauch von Braun- und Steinkohle laut AGEB, an der auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beteiligt ist, zugunsten erneuerbarer Energien deutlich gesunken. Daher wurden auch sieben Prozent oder 50 Millionen Tonnen weniger CO2 ausgestoßen. Die Pressemitteilung mit ausführlichen Infos und Zahlen ist auf der Website der AGEB abrufbar.
Die AGEB wurde 1971 gegründet, seitdem gehört ihr das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) an. Energiebilanzen haben eine lange Tradition: Für die Bundesrepublik Deutschland liegen sie seit 1950 vor. Sie geben unter anderem Auskunft über die Höhe und Veränderung des Energieverbrauchs und den Beitrag inländischer und importierter Energieträger. Vielen energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Entscheidungen dienen die Berechnungen als Grundlage. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus neun Mitgliedern, darunter befinden sich neben dem DIW Berlin und weiteren wissenschaftliche Einrichtungen auch Verbände aus der Energiewirtschaft.
Themen: Energiewirtschaft , Ressourcenmärkte