Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland in den 80er Jahren war durch zwei herausragende Veränderungen gekennzeichnet: Die Verteilungsrelationen haben sich nachhaltig zugunsten der Gewinne verschoben, und der meßbare Anteil des Staates am Wirtschaftsgeschehen hat abgenommen. Beides war politisch gewollt und könnte oberflächlich betrachtet als Erfolg eingestuft werden, denn nach ...
Verbraucherpreissubventionen sind in der Vergangenheit von der DDR-Führung stets als wesentliches Element ihrer Verteilungs- bzw. Sozialpolitik herausgestellt worden. Durch diese Subventionen wurde - trotz steigender Kosten auf Betriebsebene - die Versorgung aller Schichten der Bevölkerung mit Gütern des Grundbedarfs zu stabilen, niedrigen Preisen gesichert ("zweite Lohntüte"). Die von Jahr zu Jahr ...
Bis 1987 vergrößerte sich das Süd-Nord-Gefälle der Bautätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Entwicklung hat sich im vergangenen Jahr umgekehrt: Zum ersten Mal seit langer Zeit nahm das reale Bauvolumen in den nördlichen Bundesländern wieder stärker zu als in den südlichen. Nachfrageindikatoren lassen erwarten, daß dies auch in diesem und im nächsten Jahr der Fall ist.
Das im Welthandelsabkommen (GAIT) gesetzte Ziel, über liberale internationale Handelsbeziehungen den Güteraustausch zu verstärken und damit das Realeinkommen und die Beschäftigung in den Mitgliedsländern zu erhöhen, ist für immer mehr Staatshandelsländer attraktiv geworden. In jüngster Zeit mehren sich die Anzeichen dafür, daß die Sowjetunion auch in jenen internationalen Institutionen mitarbeiten ...
In der Bundesrepublik konnten kleine und mittlere Unternehmen des produzierenden Gewerbes und Pflanzenzüchter seit 1979 Zuschüsse zu ihren Personalaufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) erhalten. Das zunächst bis 1984 befristete "FuE-Personalkostenzuschußprogramm" des Bundesministers für Wirtschaft (BMWi) wurde 1985 um vier Jahre (bis 1988) verlängert und um das Programm "Forschungspersonal-Zuwachsförderung" ...
Die Zahl Beschäftigter mit einer wöchentlichen Arbeitszeit unter 15 Stunden betrug 1988 nach den hochgerechneten Ergebnissen des Sozio-ökonomischen Panels 2,1 Millionen, davon 1,5 Millionen Frauen. Der weitaus überwiegende Teil dieser Beschäftigungen ist sozialversicherungsfrei, und die Lohnnebenkosten sind entsprechend niedriger. Rechnet man die Nebentätigkeiten hinzu, die als Zweitbeschäftigungen ...