Pretest eines Fragenmoduls zu subjektiven Diskriminierungserfahrungen in der SOEP-Innovationsstichprobe

Aktuelles Projekt

Projektleitung

David Richter

Projektzeitraum

1. Mai 2020 - 30. Juni 2021

Zuwendungsgeber

Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Um eine Datengrundlage für ein kontinuierliches Diskriminierungsmonitoring in Deutschland zu etablieren, soll ein Fragenmodul zur Erhebung von subjektiven Diskriminierungserfahrungen im SOEP eingesetzt werden. Zentraler Bestandteil ist dabei die Möglichkeit, Aussagen zum Vorkommen von Diskriminierungserfahrungen in einzelnen Lebensbereichen zu machen. Weiterhin soll in einem solchen Fragenmodul nach der Bekanntheit des AGG als zentraler Rechtsgrundlage zur Verhinderung und Beseitigung von Diskriminierung in Deutschland sowie nach den Reaktionen der Betroffenen auf Diskriminierungserfahrungen bzw. den Gründen für ausbleibende Reaktionen gefragt werden.

DIW Team

Weitere Informationen

Die im Fragenmodul zur Erhebung von subjektiven Diskriminierungserfahrungen im SOEP erhobenen Daten sollen zum einen die Berichterstattung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu Benachteiligungen bereichern und in anderen Berichtsverfahren der Bundesregierung Verwendung finden und zum anderen der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Forschungsgemeinschaft für die Forschung zu Diskriminierung und Benachteiligung zur Verfügung gestellt werden.

Zur Anpassung und Optimierung der Fragen des Moduls zur Erfassung von subjektiven Diskriminierungserfahrungen für den Einsatz in den jährlichen Haushaltsbefragungen des SOEP soll zunächst ein kognitiver Pretest in Kombinationen mit einem quantitativen Pretest durchgeführt werden. Im Anschluss werden die getesteten und optimierten Fragen ab September 2020 in der Haushaltsbefragung der SOEP-Innovationsstichprobe eingesetzt. Die Daten werden der nationalen und internationalen Forschungsgemeinschaft mit der regulären SOEP-IS Datenweitergabe im April 2022 zur Verfügung gestellt.

Die schon 2016 gestellten Fragen zur Erfassung von subjektiven Diskriminierungserfahrungen wurden in einer Publikation der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ausgewertet und fanden Niederschlag in deren Jahresbericht 2018.

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