Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen: Energieverbrauch 2020 auf historischem Tief

Bericht vom 21. Dezember 2020

Der Energieverbrauch in Deutschland sinkt in diesem Jahr voraussichtlich auf einen historischen Tiefststand: Vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) zufolge, an der auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beteiligt ist, wurde im Jahr 2020 8,7 Prozent weniger Energie verbraucht als im Vorjahr. Gegenüber 2006, dem Jahr mit dem bisher höchsten Energieverbrauch in Deutschland seit der Wiedervereinigung, beträgt der Rückgang sogar 21 Prozent. Verantwortlich für die Entwicklung sind in erster Linie die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Hinzu kommen langfristige Trends wie eine steigende Energieeffizienz und höhere Temperaturen. Ausführliche Informationen und die Zahlen sind auf der Website der AGEB abrufbar.

Die AGEB wurde 1971 gegründet, seitdem gehört ihr das DIW Berlin an. Energiebilanzen haben eine lange Tradition: Für die Bundesrepublik Deutschland liegen sie seit 1950 vor. Sie geben unter anderem Auskunft über die Höhe und Veränderung des Energieverbrauchs und den Beitrag inländischer und importierter Energieträger. Vielen energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Entscheidungen dienen die Berechnungen als Grundlage. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus neun Mitgliedern, darunter befinden sich neben dem DIW Berlin und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen auch Verbände aus der Energiewirtschaft.

Ingrid Wernicke
Ingrid Wernicke

Mitarbeiterin der Forschungsabteilung in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

Hella Engerer
Hella Engerer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

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