Heterogene Mortalität - Empirische Analysen auf Basis des SOEP

Abgeschlossenes Projekt

Abteilung

Staat

Projektleitung

Peter Haan

Projektzeitraum

1. März - 30. September 2021

Auftraggeber

Sozialverband VDK Deutschland e.V.

Das Ziel des Projektes ist die empirische Untersuchung der differentiellen Lebenserwartung unterschiedlicher sozio-ökonomischer Gruppen. Insbesondere soll analysiert werden, ob systematische Unterschiede in der Lebenserwartung nach Berufen, Branchen oder nach der Stellung im Beruf existieren. Die Untersuchung soll auch die heterogenen Effekte innerhalb der Gruppen nach unterschiedlichen individuellen Merkmalen herausarbeiten (nach Geschlecht, Bildung, Gesundheit und Einkommen). Die Analysen erfolgen auf Basis repräsentativer Befragungsdaten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Die genannten Einflussfaktoren sind alle eng miteinander verbunden, so dass es nicht möglich ist, kausale Effekte auf die Lebenserwartung zu schätzen bzw. den Effekt einzelner Dimensionen isoliert zu schätzen. Die deskriptive Analyse der Heterogenität der Lebenserwartung erlaubt es aber, Unterschiede in der Lebenserwartung für eine Reihe von Bevölkerungsgruppen zu quantifizieren. Diese Ergebnisse sind für die sozialpolitische Diskussion wichtig, insbesondere für Reformen des Rentensystems, da die Menschen mit unterschiedlicher Lebenserwartung von Reformen unterschiedlich betroffen sind und sich dadurch die Verteilungseffekte der Reformen ganz unterschiedlich auswirken können. Eine Forschungsfrage ist, ob die Lebenserwartung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern der Deutschen Rentenversicherung weiter divergiert.

DIW Team

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