Corona-Pandemie lässt Energieverbrauch in Deutschland einbrechen

Bericht vom 23. April 2021

Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2020 um acht Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr gesunken. Das geht aus abschließenden Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor, an der auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beteiligt ist. Demnach ist der beträchtliche Verbrauchsrückgang nur zu einem kleinen Teil (0,6 Prozent) in der milden Witterung begründet. Hauptursache sind die mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie verbundenen Maßnahmen, die unter anderem zu einer rückläufigen Industrieproduktion, sinkendem Verkehrsaufkommen und veränderten Konsumgewohnheiten führten. Die Details sind auf der Website der AGEB nachzulesen.

Die AGEB wurde 1971 gegründet, seitdem gehört ihr das DIW Berlin an. Energiebilanzen haben eine lange Tradition: Für die Bundesrepublik Deutschland liegen sie seit 1950 vor. Sie geben unter anderem Auskunft über die Höhe und Veränderung des Energieverbrauchs und den Beitrag inländischer und importierter Energieträger. Vielen energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Entscheidungen dienen die Berechnungen als Grundlage. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus neun Mitgliedern, darunter befinden sich neben dem DIW Berlin und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen auch Verbände aus der Energiewirtschaft.

Ingrid Wernicke
Ingrid Wernicke

Mitarbeiterin der Forschungsabteilung in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

Hella Engerer
Hella Engerer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

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