Aktuelles Projekt
In Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) werden Daten des SOEP genutzt, um zu beobachten, wie sich die Lebensverhältnisse in den Strukturwandelregionen und außerhalb davon über mehrere Jahre verändern. Grundlage ist das 2020 in Kraft getretene „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“. Im Zuge dieses Gesetzes hat das BBSR ein Kompetenzzentrum Regionalentwicklung eingerichtet, das den Strukturwandel wissenschaftlich begleitet. Schon 2021 wurde in Kooperation mit dem BBSR die Ziehung einer Zusatzstichprobe in den Fördergebieten realisiert, die seit 2022 jährlich befragt wird. Weil viele Haushalte seitdem nicht mehr teilgenommen haben, ist diese Stichprobe deutlich geschrumpft. Für die Befragung 2026 wird deshalb eine neue Zusatzstichprobe gezogen: Aus den Adressen von ca. 10.000 Haushalten sollen rund 1.033 Haushalte befragt werden. Damit werden wieder etwa so viele Haushalte in den Strukturwandelregionen erreicht wie 2022. Wie in der SOEP-Hauptstudie werden die Haushalte persönlich, online oder per Papierfragebogen befragt.
Die neue Stichprobe wird in die Haupterhebung der Längsschnittstudie „Leben in Deutschland“ integriert und gemeinsam mit der Hauptstudie gewichtet. So können Wissenschaftler*innen ab 2026 Forschungsdaten nutzen, die bessere Aussagen zur Regionalentwicklung in den Strukturwandelregionen zulassen. Die anonymisierten Daten werden zusammen mit der zeitgleich durchgeführten SOEP-Hauptbefragung über das Forschungsdatenzentrum des SOEP (FDZ SOEP) bereitgestellt.