DIW Wochenbericht 9 / 1994, S. 119-127
Hans-Joachim Ziesing
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Unter den traditionellen Zielen der Energiepolitik - Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit- haben die Umweltziele in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Insbesondere dem Aspekt einer klimaverträglichen Energieversorgung wird verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2 in Deutschland bis zum Jahre 2005 um 25 bis 30 vH - bezogen auf 1987 - zu senken. Weltweit gehört Deutschland damit zu den Ländern, die sich besonders anspruchsvolle Reduktionsziele gesetzt haben. Die für die Zukunft absehbare Entwicklung von Niveau und Struktur des Energieverbrauchs läßt jedoch befürchten, daß die angestrebte Reduktion der CO2-Emissionen in Deutschland bis 2005 nicht erreicht werden kann, wenn es nicht bald zu einer deutlichen Veränderung der Energiepolitik kommt. Insbesondere fehlt es an ausreichenden wirtschaftlichen Anreizen, nachdem die Energiepreise im Verlaufe der achtziger Jahre drastisch gesunken waren und heute - in realer Rechnung - kaum höher sind als vor 20 Jahren.
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