24. Juni 2015

Konferenz

Industrietagung 2015

Termin

24. Juni 2015

Ort

KfW Bankengruppe
Eingang Charlottenstraße 33a
10117 Berlin

Zum ersten Mal wird im Kreis der Industrietagung die DIW-Konjunkturprognose "Sommergrundlinien 2015" vor. Der DIHK wird die Industriekonjunktur im Frühjahr 2015 präsentieren.

Die Industrie- und Dienstleistungstagung fördert seit 1960 den Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Auf dieser Expertentagung wird die konjunkturelle Entwicklung mit Repräsentanten aus Industrie- und Dienstleistungsverbänden diskutiert. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Vereinigung der Freunde des DIW Berlin e.V. (VdF) und der Deutschen Bank Research.

Die Industrie in Deutschland: Dreckig und umweltverschmutzend, ein Wirtschaftszweig von gestern und ohne Zukunft? Von wegen: Auf der diesjährigen Industrietagung des DIW Berlin – die mit rund 120 Gästen in den Berliner Räumen der KfW Bankengruppe stattfand – wurde deutlich, wie wichtig die Industrieproduktion als Fundament für Wirtschaft und Wohlstand in Deutschland nach wie vor ist. Nicht nur Wolfgang Scheremet, ehemaliger DIW-Ökonom und heute Abteilungsleiter im Bundeswirtschaftsministerium, zeigte sich in seiner Keynote erleichtert, dass Deutschland seinen industriellen Kern entgegen vieler Ratschläge erhalten hat: „Wir sind ein Industrieland und wollen es auch bleiben – die Industrie ist unser Kerngeschäftsmodell.“

Doch ein Selbstläufer ist dieser Anspruch nicht: Zwar seien die Zukunftsaussichten grundsätzlich positiv, wie KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner betonte. Mit der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel warten aber auch große Herausforderungen. Die Bundesregierung will darauf, so Scheremet, mit einer aktiven Industriepolitik reagieren, es gleichzeitig aber vermeiden, nicht mehr marktfähige Strukturen zu konservieren. Eine der größten Sorgen der Unternehmen sind derzeit die Energiepreise. Vor allem in den energieintensiven Industrien – wie beispielsweise Heiko Lickfett für die deutsche Gießerei-Industrie berichtete – drückt der Schuh, denn die Förderung erneuerbarer Energien sorgt für im internationalen Vergleich relativ hohe Strompreise. Dass die Energiewende aber auch viele Chancen bietet und Wachstumsimpulse für den Industriestandort Deutschland setzt, machte etwa Claudia Kemfert vom DIW Berlin in ihrem Vortrag deutlich.

Und die Konjunktur in Deutschland bietet derzeit nicht das schlechteste Umfeld: Ferdinand Fichtner, der die neueste DIW-Konjunkturprognose erstmals exklusiv im Rahmen der Industrietagung präsentierte, prognostiziert mit seinem Konjunkturteam für dieses Jahr einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 1,8 Prozent – etwas weniger als noch im Frühjahr, aber immer noch ein ordentliches Plus, das vor allem dank der kräftigen Binnenkonjunktur zustande kommt. Ein Grund zum Ausruhen ist das aber nicht. Auch Dirk Schlotböller vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mahnte: Die öffentlichen Investitionen seien zu niedrig und „die Fachkräfteproblematik ist ein großes Konjunkturrisiko“.

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