Gleichstellungspolitische Implikationen des Elterngeldes

Aktuelles Projekt

Abteilung

Gender Economics

Projektleitung

Katharina Wrohlich

Projektzeitraum

1. 2018 - 30. April 2020

Auftraggeber

Hans Böckler Stiftung

Kooperationspartner

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Universität Linz

Die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt und die politischen Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang werden derzeit in Deutschland intensiv diskutiert. Vor zehn Jahren wurde die Einführung des Elterngeldes unter anderem damit begründet, dass diese Maßnahme sowohl die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt als auch eine gleichmäßigere Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen Müttern und Vätern befördern würde. In diesem Forschungsvorhaben sollen die gleichstellungspolitischen Auswirkungen des Elterngeldes detailliert untersucht werden.

Projektbeschreibung

Diese Ausgangsfrage soll in zwei konkrete Fragestellungen unterteilt werden. Erstens: Welche Auswirkungen hatte das Elterngeld auf die langfristige Entwicklung von Löhnen von Müttern? Zweitens: Welche Auswirkungen haben familienbedingte Erwerbsunterbrechungen bzw. Teilzeit-Phasen auf die Arbeitsmarktchancen von Vätern? Diese beiden Forschungsfragen werden in diesem Projekt mit mikro-ökonometrischen bzw. experimentellen Methoden untersucht. Aus der Zusammenschau der Ergebnisse beider Teile wird abzuleiten sein, welche konkreten gleichstellungspolitischen Implikationen das Elterngeld hatte. Insbesondere sind Erkenntnisse darüber zu erwarten, ob das Elterngeld dazu beigetragen hat, gender gaps am Arbeitsmarkt zu verringern. Zudem werden wir Erkenntnisse ableiten können, ob Väter, die vermehrt Sorgearbeit übernehmen, dafür am Arbeitsmarkt mit Benachteiligungen zu rechnen haben.

Themen: Familie, Gender

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