Dossier Ungleichheiten bei der Hochschulbildung

Informationen und Kosten haben eine Bedeutung für Studienübergänge und -verläufe

Die Zahl der Studierenden steigt stetig. Nach wie vor ist der Anteil derjenigen, die sich mit einer Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium entscheiden unter Abiturienten, deren Eltern keine akademische Ausbildung haben geringer als für solche, die aus einem Akademikerhaushalt kommen. Der gleiche Zusammenhang zeigt sich beim Übergang in ein Masterstudium. Dieser Zusammenhang zwischen den Studienentscheidungen und dem Elternhaus kann sozioökonomische Ungleichheiten verfestigen. Bestimmte Politikmaßnahmen und Interventionen haben einen Einfluss auf den "Education Gap" bei der Aufnahme und dem erfolgreichen Abschluss eines Studiums. Forschungs- und Transferprojekte zu diesem Thema und auch zu anderen Themen aus dem Bereich der tertiären Bildung sind in diesem Dossier zusammengestellt.

Es sind Publikationen vorwiegend bzw. ausschließlich ab dem Jahr 2018 aufgelistet.
DIW Wochenbericht 26 / 2018

Infoworkshop zum Studium erhöht die Studienaufnahme

Ob junge Erwachsene nach dem Abitur ein Studium aufnehmen, hängt in Deutschland nach wie vor stark von der Bildung der Eltern ab. AbiturientInnen, die aus einem nichtakademischen Elternhaus kommen, studieren deutlich seltener – selbst dann, wenn sie vor dem Abitur eine Studienabsicht hatten. Die vorliegende Studie auf Basis des Berliner-Studienberechtigten- Panels (Best Up) zeigt nun, dass kurze Infoworkshops ...

DIW Wochenbericht 21 / 2020

Masterstudium ja oder nein? Gezielte Online-Informationen beeinflussen weitere Studienpläne

Nach wie vor entscheidet sich die Mehrheit der BachelorabsolventInnen für ein Masterstudium, auch wenn die Anteile zurückgehen. Wenig ist jedoch darüber bekannt, was diese Entscheidung beeinflusst und inwiefern dabei Informationen über zusätzliche Erträge eines Masterstudiums und dessen Finanzierung im Vergleich zu einem Bachelorstudium relevant sind. Die vorliegende Analyse auf Basis des Berliner-Studienberechtigten-Panels ...

2020| Jan Berkes, Frauke H. Peter, C. Katharina Spieß, Felix Weinhardt
Diskussionspapiere 1770 / 2018

Informing Students about College: An Efficient Way to Decrease the Socio-Economic Gap in Enrollment: Evidence from a Randomized Field Experiment

Although the proportion of students enrolled in college increased in the last decades, students from non-college family backgrounds remain underrepresented in higher education around the world. This study sheds light on whether the provision of information in a randomized controlled trial with more than 1,000 German high school students results in higher college enrollment rates. One year prior to ...

2018| Frauke H. Peter, C. Katharina Spieß, Vaishali Zambre
DIW Wochenbericht 39 / 2019

Wahl des Studienfachs hängt auch mit Persönlichkeitseigenschaften zusammen

Die Entscheidung für oder gegen ein Studium hängt in Deutschland nach wie vor von sozioökonomischen Merkmalen ab. Dazu zählen etwa die Bildung der Eltern oder das Einkommen des Haushalts, in dem Abiturientinnen und Abiturienten aufgewachsen sind. Bisher eher unbeachtet blieb die Frage, welchen Einfluss Persönlichkeitseigenschaften haben. Die vorliegende Studie zeigt auf Basis des Nationalen Bildungspanels ...

2019| Jan Berkes, Frauke Peter
DIW Wochenbericht 41 / 2017

Studentische Erwerbstätigkeit: Elternhaus spielt bei Wahl des Studentenjobs eine Rolle

Studentinnen und Studenten, die nebenbei erwerbstätig sind, haben häufig nicht nur finanzielle Motive. Studienorientierte und qualifizierte Tätigkeiten bieten die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und frühzeitig Kontakt zum Wunscharbeitgeber zu knüpfen. Das könnte beim späteren Eintritt in den Arbeitsmarkt vorteilhaft sein. Umso wichtiger erscheint die Frage, ob die Art des Studentenjobs ...

2017| Mila Staneva
Diskussionspapiere 1742 / 2018

The Gender Gap in Wage Expectations: Do Young Women Trade off Higher Wages for Lower Wage Risk?

Several studies show that young women start with lower wage expectations than men, even before entering the labor market and that this partly translates into the actual gender wage gap through effects on educational choice and the formation of reservation wages. Building on the theoretical reasoning of compensating differentials proposing that the labor market compensates higher wage risk with higher ...

2018| Vaishali Zambre
DIW Wochenbericht 26 / 2016

Informationen zum Studium verringern soziale Unterschiede bei der Studienabsicht von AbiturientInnen

AbiturientInnen, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben, studieren seltener als MitschülerInnen, bei denen mindestens ein Elternteil einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss hat. Erste Ergebnisse des Berliner-Studienberechtigten-Panels (Best Up) des DIW Berlin und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigen, dass bereitgestellte Informationen zum Nutzen und zur Finanzierung ...

2016| Frauke H. Peter, Alessandra Rusconi, Heike Solga, C. Katharina Spieß, Vaishali Zambre
DIW Wochenbericht 21 / 2017

Folge der G8-Schulreform: Weniger Abiturientinnen und Abiturienten nehmen ein Studium auf

Abiturientinnen und Abiturienten, die ihren Abschluss nach zwölf statt 13 Schuljahren erreichen (G8-Reform), nehmen nach dem Abitur seltener ein Studium auf: Um sechs Prozentpunkte sinkt im Vergleich zu einem Referenzszenario ohne G8-Reform der Anteil derer, die im Jahr des Abiturs oder im Folgejahr beginnen zu studieren. Diejenigen, die sich für ein Studium entscheiden, legen vor dem Uni-Start häufiger ...

2017| Jan Marcus, Vaishali Zambre
DIW Wochenbericht 39 / 2019

Infoangebote zum Studium sollten Persönlichkeitseigenschaften berücksichtigen: Interview

2019| Frauke Peter, Erich Wittenberg
DIW Roundup 70 / 2015

Studieren und Arbeiten: die Bedeutung der studentischen Erwerbstätigkeit für den Studienerfolg und den Übergang in den Arbeitsmarkt

Eine Erwerbstätigkeit neben dem Studium gehört in Deutschland zum Alltag vieler Studierender. Dennoch erhält das Thema „Studieren und Arbeiten“ weder im öffentlichen noch im wissenschaftlichen Diskurs eine größere Aufmerksamkeit. Angesichts der hohen studentischen Erwerbspartizipation ist jedoch eine empirische Auseinandersetzung mit den Konsequenzen des Jobbens für das Studium und den späteren Übergang ...

2015| Mila Staneva
DIW Roundup 38 / 2014

Wie Bildungsentscheidungen mit Persönlichkeitseigenschaften zusammenhängen

Unter Ökonomen setzt sich verstärkt die Erkenntnis durch, dass für die Erklärung ökonomischen sowie generellen Verhaltens neben kognitiven Fähigkeiten auch Faktoren wie soziale Fertigkeiten und Wertvorstellungen eine wichtige Rolle spielen. Entsprechend wird in ökonomischen Entscheidungsmodellen zunehmend auch die Rolle von Persönlichkeitseigenschaften berücksichtigt. Insbesondere bei Studien zum ...

2014| Johanna Storck
DIW Roundup 35 / 2014

Wer studiert, ist informiert? Studienentscheidungen und Informationsdefizite

Immer wieder wird die soziale Ungleichheit beim Übergang in die Hochschule thematisiert. Diese Debatte wird überwiegend aus der Perspektive der Chancengerechtigkeit geführt. Weniger diskutiert werden die ökonomische Fehlallokation von Ressourcen und die damit verbundene Ineffizienz. Dass Studienberechtigte aus nicht-akademischen Familien, bei gleicher Leistung, signifikant seltener ein Studium aufnehmen ...

2014| Frauke H. Peter, Vaishali Zambre
DIW Roundup 2 / 2013

Hochschulstudium: nicht ausgeschöpfte Potentiale trotz "Akademisierungswahn"

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger an deutschen Hochschulen deutlich gestiegen. Ihren bisherigen Rekordwert erreichte sie im Studienjahr 2011: Damals schrieben sich 518 700 Studienanfängerinnen und -anfänger erstmals an einer deutschen Hochschule ein. Die Studienanfängerquote erreichte 56 Prozent. Das heißt, jeder 2. Schulabgänger nimmt im Laufe seines Lebens ...

2013| Johanna Storck

Themen: Bildung