27. - 28. September 2021

Workshop

Die nicht-binäre Erhebung von Geschlecht: Möglichkeiten, Herausforderungen, Perspektiven

Termin

27. - 28. September 2021

Ort

Online seminar via Cisco Webex

Seit Ende 2018 gibt es in Deutschland, neben „männlich“ und „weiblich“, auch die Geschlechtsoption „divers“ im Personenstandregister. Die rechtliche Anerkennung der Existenz von mehr als zwei Geschlechtern in Deutschland muss sich jedoch in vielen Bereichen des Lebens erst schrittweise etablieren. So gibt es in Deutschland bislang kaum belastbare und bundesweite Datenquellen der amtlichen Statistik oder Forschung, welche das Geschlecht jenseits von den Kategorien männlich und weiblich erfassen. Dies verhindert die statistische Sichtbarkeit gesellschaftlicher Gruppen und macht es empirischer Forschung schwer bis unmöglich diesen Aspekt sozialer Realität angemessen abzubilden. Die Auflösung binärer Geschlechterkategorien in der empirischen Forschung verschiedener Disziplinen ist daher nicht nur notwendig und eröffnet zahlreiche neue Forschungsmöglichkeiten, sondern deren Umsetzung in der Datenerhebung stellt Forschende auch vor eine Reihe neuer Herausforderungen.

Voraussetzungen und Ziel

Der geplante Workshop soll empirisch Forschenden in Deutschland und darüber hinaus die Möglichkeit geben sich über die nicht-binäre Erhebungen von Geschlecht auszutauschen. Hierbei sollen unterschiedliche Operationalisierungen und Erhebungsstrategien diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden. Zusätzlich können auch erste Erfahrungen und Konzepte zur Harmonisierung über die Zeit, Vergleichbarkeit, Gewichtung von Daten und Analysepotenziale thematisiert werden.

Für die Vorträge ist eine Dauer von jeweils 20 Minuten mit anschließender Diskussion vorgesehen. Bitte schicken Sie bis zum 31.05.2021 ein kurzes Abstract (max. 500 Wörter) an Lisa de Vries.

Organisator*innen

  • Lisa de Vries, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld
  • Dr. Mirjam Fischer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Köln und Gastwissenschaftlerin im SOEP
  • David Kasprowski, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im SOEP, DIW Berlin
  • Prof. Dr. Martin Kroh, Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung mit dem Schwerpunkt Quantitative Methoden an der Universität Bielefeld
  • Dr. Simon Kühne, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld
  • Prof. Dr. David Richter, Survey Manager und wissenschaftlicher Mitarbeiter im SOEP, DIW Berlin und Professor für Surveyforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin
  • Zaza Zindel, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld

Gefördert durch die Akademie für Soziologie

Kontakt

David Kasprowski

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel

David Richter

Survey Manager SOEP-IS in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel

Externer Kontakt

Lisa de Vries

Universität Bielefeld

Partner

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