Bildung der Mütter kommt der Gesundheit ihrer Kinder zugute

DIW Wochenbericht 5 / 2013, S. 3-12

Daniel Kemptner, Jan Marcus

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Abstract

Jugendliche rauchen häufiger, treiben seltener Sport und sind öfter übergewichtig, je niedriger der Schulabschluss ihrer Mutter ist. Das zeigt eine Studie des DIW Berlin auf Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Zumindest ein Teil dieser gesundheitsbezogenen Unterschiede kann ursächlich auf die Bildung der Mütter zurückgeführt werden. Soziale Unterschiede zeigen sich bereits bei der Gesundheit von Neugeborenen: Mütter mit höherer Bildung bringen seltener Frühgeburten und Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt. Eine gesundheitliche Ungleichheit besteht demnach von Geburt an. Mehr noch: Die daraus resultierende soziale Ungleichheit wird sozusagen "vererbt".

Young people tend to smoke more, do less sport, and are more frequently overweight, the lower their mother's school-leaving qualifications. This has been shown by a study conducted by DIW Berlin using data from the German Socio-Economic Panel Study (SOEP). At least some of these health-related differences can be causally attributed to the mother's education. Social differences are already reflected in the health of newborn babies: mothers with a higher level of education are less likely to have preterm births or to give birth to babies with low weight. In other words, there are health inequalities from birth and, moreover, the resultant social inequality is also "inherited."

Jan Marcus

Juniorprofessor in der Abteilung Bildung und Familie

Daniel Kemptner

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Staat



JEL-Classification: I12;J62
Keywords: Intergenerational mobility, education, health, health behavior
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/69315