Kommentar , Nachricht vom 05.10.2017

Insolvenz von Air Berlin – die letzte Hoffnung liegt bei den Wettbewerbsbehörden: Kommentar von Tomaso Duso

Viktor Deri (Copyright)  Flughafen Airport Flugplatz
Copyright: Viktor Deri

Die Vorentscheidung steht. Der Aufsichtsrat der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat am 25. September beschlossen, ausschließlich mit dem deutschen Marktführer Lufthansa und der britischen Airline Easyjet über den Verkauf weiter zu verhandeln. Mehrere andere Bieter gehen voraussichtlich leer aus. Bis zum 12. Oktober wird nun über die Details verhandelt.

Geplant ist, dass der Großteil des Fluggeschäfts an Lufthansa geht. Über die 38 Flugzeuge hinaus, die Air Berlin bereits samt Besatzungen an die Lufthansa-Tochter Eurowings vermietet, wird der deutsche Marktführer rund 40 weitere Flugzeuge bekommen. Tatsächlich geht es aber weniger um die Übernahme von Flugzeugen und Besatzungen. Viel entscheidender ist, wer welche Start- und Landeslots – die zehnminütigen Zeitfenster für Start und Landung – von Air Berlin bekommt. Diese sind besonders in Berlin und Düsseldorf sehr wertvoll, wo Air Berlin die größte Anzahl von Flugrechten für die attraktiven Morgen- und Abendzeiten hat. [...]

Der vollständige Kommentar von Tomaso Duso im DIW Wochenbericht 40/2017 | PDF, 184.23 KB