Bericht vom 22. Oktober 2026
Drei Wochen nach Einführung des Tankrabatts zieht Wettbewerbsexperte Tomaso Duso, Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Zwischenbilanz. Täglich verfolgt der Tankrabatt-Monitor des DIW Berlin die Preisentwicklung für Benzin und Diesel an den Tankstellen.
In den letzten Tagen ist die geschätzte Weitergabe des Tankrabatts wieder etwas gestiegen, auf zuletzt rund 12 Cent. Vom 8. bis 11. Oktober waren es nur rund acht bis neun Cent. „Das liegt aber nicht daran, dass Tanken in Deutschland billiger geworden ist. Vom 11. bis 14. Oktober blieben die Preise in Deutschland weitgehend konstant, in Frankreich stiegen sie leicht. Ohne den Rabatt wären die Preise wahrscheinlich auch bei uns gestiegen. Diesen Unterschied rechnen wir dem Tankrabatt zu“, sagt Wettbewerbsexperte Duso. Seitdem entwickeln sich die Preise in beiden Ländern weitgehend parallel.
Seit dem 1. Oktober kommen damit im Durchschnitt 65 bis 67 Prozent der 16,7 Cent, also rund 12 Cent, an. „Die Weitergabe schwankt von Tag zu Tag, und ein paar Tage sind noch kein Trend. Das Grundbild bleibt: Ein großer Teil kommt an, aber eben nicht alles“, resümiert Duso.
Den fortlaufend aktualisierten DIW Tankrabatt-Monitor mit interaktiven Grafiken zur Entwicklung von Preiseffekten, Kraftstoffpreisen und geschätzter Weitergabe des Tankrabatts finden Sie hier.
Themen: Energiewirtschaft , Steuern