Ungleichheit im Alter: Lebenserwartung, Pflege und Reformen des Wohlfahrtstaats

Aktuelles Projekt

Abteilung

Staat

Projektleitung

Peter Haan

Projektzeitraum

15. April 2021 - 14. April 2024

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationspartner

Antoine Bozio, Paris School of Economics, Institut des politiques publiques (IPP)
Carl Emmerson, Institute for Fiscal Studies
Mårten Palme, Stockholm University
Delphine Roy, Paris School of Economics, Institut des politiques publiques (IPP)
Kevin Milligan, University of British Columbia, Vancouver School of Economics
Tammy Schirle, Wilfrid Laurier University
Rowena Crawford, Institute for Fiscal Studies
Lisa Laun, Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy (IFAU)

Ziel des Forschungsprojektes ist es zu untersuchen, wie sich Ungleichheiten im Alter über die Zeit und zwischen Kohorten entwickelt haben, welche Rolle die Politik dabei gespielt hat und welches Potenzial sozialpolitische Reformen haben, um Ungleichheit zu reduzieren. In dem Projekt sollen Daten und sozialpolitische Reformen insbesondere im Bereich Rente und Pflege aus Nordamerika (Kanada), Westeuropa (Deutschland, Großbritannien, Frankreich) und Skandinavien (Schweden) analysiert und verglichen werden.

Zunächst soll in einer ländervergleichenden Studie die Ungleichheit in der Lebenserwartung und den Lebenslagen dargestellt werden. Insbesondere soll aufgezeigt werden, wie sich Lebenserwartung, Gesundheitsrisiken und Pflegerisiken nach Einkommen, Vermögen, Bildung und Geschlecht unterscheiden und ob diese Unterschiede in den verschiedenen Ländern den gleichen Mustern folgen. Basierend auf den deskriptiven Analysen sollen im Anschluss die Auswirkungen von sozialpolitischen Reformen, insbesondere im Renten- und im Pflegesystem, in den jeweiligen Ländern evaluiert werden. Für Deutschland stehen dabei die Auswirkung auf das Pflegesystem und die informelle Pflege im Fokus. Auf Basis von Daten der Deutschen Rentenversicherung und des Sozioökonomischen Panels soll untersucht werden, wie sich die Einführung der Mütterrente und die Pflegereform 2017 auf die Beschäftigung und das informelle Pflegeangebot ausgewirkt haben.

DIW Team

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