Durch die dynamische Entwicklung privat kofinanzierter Startups und New Ventures ist in den letzten Jahren Bewegung in die eher gemächliche Erforschung der Kernfusion durch Großforschungseinrichtungen („Big Science“) gekommen, auch in Deutschland. Dabei steht dem gegenwärtigen Enthusiasmus in einigen Bundesländern, dem Bund selber, EURATOM sowie weltweit begrenzte Forschungsmittel zur Verfügung, die gezielt eingesetzt werden müssen. Darüber hinaus ist jetzt bereits absehbar, dass vor der energiewirtschaftlichen Nutzung, die frühestens in einigen Jahrzehnten erfolgen könnte, vor allem Ko-Produkte im Mittelpunkt stehen, wie z.B. Laserforschung, Hochleistungsmagneten, Materialprüfung und Gesundheitstechnik.
Am DIW Berlin wird seit längerer Zeit zur Energiewende und der Rolle von Atomenergie geforscht. In der Veranstaltung sollen Forschungsergebnisse und die Perspektiven beteiligter Stakeholder aus Privat- und öffentlichem Sektor diskutiert und offene Fragen thematisiert werden: Wie sind die jüngsten „Durchbrüche“ bei der Kernfusion einzuordnen? Welche Bedeutung haben die privatwirtschaftlichen Unternehmen und braucht man die Großforschungsinstitute noch? Wie ist Deutschland bei der Kernfusion aufgestellt und wie können knappe Forschungsmittel sinnvoll im Sinne der Energiewende eingesetzt werden?
Charlotte Dering, Projektmitarbeiterin der Nachwuchsforschungsgruppe AT-OM
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie Verkehr Umwelt am DIW Berlin und Professorin für Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg
Sophia Spitzer, Lead Business Development & Market Strategy bei Marvel Fusion
Prof. Dr. Robert Wolf, Leiter des Bereichs Stellarator-Heizung und -Optimierung am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)
Moderation
Petra Jasper, Pressesprecherin des DIW Berlin
Themen: Energiewirtschaft , Forschung und Entwicklung