Politikberatung kompakt 213, VII, 42 S.
Angelina Hackmann, Konstantin A. Kholodilin, Josefin Meyer
2026
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Der Literaturüberblick kommt zu dem Schluss, dass das Vorliegen von Konvergenz in den Studien stark von der angewandten Methodik als auch dem Beobachtungszeitraum und der Zusammensetzung der Stichprobe abhängt. Die bisherigen Untersuchungen von Konvergenzprozessen innerhalb der Europäischen Union (EU) erfolgten dabei überwiegend auf regionaler Ebene. Es werden hauptsächlich makroökonomische Größen wie die totale Faktorproduktivität (TFP), die Arbeitsproduktivität und das Wirtschaftswachstum hinsichtlich ihrer Konvergenztendenzen analysiert. Verschiedene Studien belegen eine Konvergenz des TFP-Wachstums auf regionaler Ebene in Europa für unterschiedliche Zeiträume. Die dabei ermittelten jährlichen Konvergenzraten bewegen sich zwischen 1,5 und 2,4 Prozent. Grundsätzlich lässt sich auch eine Konvergenz der Arbeitslosigkeit feststellen, die innerhalb des Europäischen Währungsraums stärker ausgeprägt ist als unter allen EU-Mitgliedstaaten. Sowohl die EU-27 als auch die EU-13 Länder zeigen eine Annäherung im TFP-Niveau als auch in den TFP-Wachstumsraten. Die Konvergenz des TFP-Niveaus ist innerhalb der EU-27 stärker ausgeprägt als in der EU-13. Dies wird hauptsächlich durch durchschnittlich höhere TFP-Wachstumsraten der EU-Mitgliedsländer mit Beitritt nach 2004 bedingt. Die EU-13 weisen dagegen bei höherem TFP-Niveau durchschnittlich geringere TFP-Wachstumsraten auf. Wir interpretieren dies als schon stärker stattgefundene Konvergenz im Vergleich zu der Europäischen Union im Ganzen. […]