6. Juni 2026

Lange Nacht der Wissenschaften

Lange Nacht der Wissenschaften 2026

Termin

6. Juni 2026
17:00 -24:00 Uhr

Ort

Museum für Naturkunde
Invalidenstr. 43
10115 Berlin

Sprecher*innen

Claudia Kemfert, Karsten Neuhoff, Wolf-Peter Schill

Am 6. Juni 2026 luden etwa 60 wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin zu spektakulären Experimenten, spannenden Vorträgen, Wissenschaftsshows und Laborführungen ein und gaben so Besucher*innen die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. Die 26. Lange Nacht der Wissenschaften hat rund 30.000 Besucher*innen in die Hörsäle, Labore und Forschungseinrichtungen der Hauptstadt gezogen. An mehr als 1.000 Programmpunkten in ganz Berlin gaben Wissenschaftler*innen Einblicke in aktuelle Forschung und kamen mit einem breiten Publikum ins Gespräch. Damit zählt die LNDW zu den größten Wissenschaftsveranstaltungen Deutschlands.

In diesem Jahr nahm das DIW Berlin mit drei spannenden Vorträgen und einem Infostand als Gast im Naturkundemuseum in Berlin-Mitte an der Langen Nacht der Wissenschaften teil. Im kommenden Jahr findet die LNDW voraussichtlich am 19. Juni 2027 statt.

Programm des DIW Berlin

Im Folgenden finden Sie die Vorträge der Wissenschaftler*innen des DIW Berlin auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2026.

Prof. Dr. Claudia Kemfert

19.00 Uhr
Hohe Energiepreise, geopolitische Krisen und hitzige Debatten über Wärmepumpen, Netzausbau oder Dunkelflauten prägen derzeit die Diskussion. Doch viele dieser Konflikte sind Ausdruck eines energiepolitischen „Kurzschlusses“: Während fossile Energien weiter Unsicherheiten und Kosten verursachen, liegt die Lösung längst auf dem Tisch. Der Vortrag zeigt, warum erneuerbare Energien, Effizienz und Elektrifizierung der Schlüssel zu mehr Versorgungssicherheit, stabileren Preisen und wirksamem Klimaschutz sind und warum jetzt vor allem eines zählt: Tempo bei der Energiewende.

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin
© DIW Berlin/Photothek

Prof. Karsten Neuhoff, PhD

19.30 Uhr
Heizkosten sind für viele Haushalte eine große Herausforderung. Ausgehend vom Einzelfall werden im Vortrag Daten aus Abrechnungen und Befragungen genutzt, um aufzuzeigen, wie unterschiedlich Haushalte betroffen sein können. So wird simuliert, wie durch Priorisierung der energetischen Gebäudesanierung Privathaushalte vor Kostenrisiken geschützt und Gasimporte effektiv reduziert werden können. Die spannende Frage dabei: Ermöglicht die Berücksichtigung weiterer gesellschaftlicher Ziele stabilen Rückhalt in der Bevölkerung für Maßnahmen zur Gebäudesanierung?

 

© DIW Berlin / F.Schuh

Dr. Wolf-Peter Schill

21.00 Uhr
Die Energiewende hat zuletzt Fortschritte gemacht. Trotzdem ist in fast allen Bereichen mehr Tempo möglich – und auch nötig, um die Klimaziele zu erreichen. In diesem Vortrag werden auf Basis neuester Daten die aktuellen Trends bei Schlüsseltechnologien der Energiewende analysiert. Dabei blicken wir nicht nur auf Wind- und Solarenergie, sondern auch auf Speicher, auf unterschiedliche Arten von Elektrofahrzeugen und ihre Ladeinfrastruktur, auf Wärmepumpen und auf grünen Wasserstoff. Wie kann es mit der Energiewende weitergehen – und an welcher Stelle sind neue Ziele oder Maßnahmen sinnvoll?

 

© DIW Berlin/Photothek

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