Podcasts am DIW Berlin: „Wissenschaft muss kommunizieren“

In dieser Folge des DIW-Podcasts spricht Host Erich Wittenberg mit Wolf-Peter Schill, Leiter des Forschungsbereichs Transformation der Energiewirtschaft und Co-Host des Energiewende-Podcasts fossilfrei. Der Podcast läuft mittlerweile seit über zwei Jahren. Das Gespräch ist ein Blick hinter die Kulissen der Wissenschaftskommunikation und zeigt, warum Podcasts immer wichtiger für den Austausch zwischen Forschung, Politik und Öffentlichkeit werden. 

O-Ton von Wolf-Peter Schill
Podcasts am DIW Berlin - „Wissenschaft muss kommunizieren“

Warum fossilfrei?

Wolf-Peter Schill erklärt, warum er das Medium Podcast für ideal hält, um komplexe Entwicklungen der Energiewende einzuordnen. Die Idee für den Podcast fossilfrei entstand fast von selbst. Sein Kollege Alexander Roth und er hätten sich gesagt: „Wir haben unheimlich viel Material, lass uns doch auch mal darüber sprechen.“ Mit fossilfrei will das Team sowohl aktuelle Zahlen und Forschungsergebnisse erklären als auch die politischen Hintergründe sichtbar machen. Dabei hat das Format schnell sein Publikum gefunden: Die Gespräche richten sich vor allem an Menschen mit einem vertieften Interesse an Fragen der Energiewirtschaft und der Energiewende sowie an Fachleute und politische Entscheider*innen. 

Schill spricht offen darüber, dass fossilfrei ein Herzensprojekt sei, für das er sich mehr Zeit wünschen würde. Reaktionen aus Ministerien oder Expert*innenkreisen zeigen für ihn aber, wie wertvoll das Format ist – und wie groß der Bedarf an fundierter, transparenter Energiewendekommunikation bleibt. „Wissenschaft muss kommunizieren“, erklärt Schill. 

Wolf-Peter Schill (links) und Erich Wittenberg bei der Aufzeichnung der Podcastfolge zum Thema Wissenschaftskommunikation.
© DIW Berlin

Zwischen Erklärbär und Nerdtum

Ein wiederkehrendes Thema in dieser Podcastfolge: Wie viel Vorwissen kann man in Wissenschaftspodcasts voraussetzen? Und wie schafft man Balance zwischen Tiefe und Verständlichkeit? „Man ist natürlich ein Stück weit betriebsblind“, sagt Schill. Grundsätzlich wolle er aber im Podcast verständlich sein. Auch über „abgenerdete“ Momente sprechen Wittenberg und Schilletwa wenn über Kapazitätsmechanismen, Wasserstoff oder die THG-Quote (das ist die Treibhausgasminderungsquote!) diskutiert wird.  

Erich Wittenberg, der selbst Host zweier DIW-Podcasts ist – neben "Wirtschaft bewegt" auch beim Podcast zum DIW Wochenbericht und Wolf-Peter Schill sprechen auch über die Unterschiede zwischen verschiedenen Podcastformaten: Während der DIW-Wochenberichtspodcast wissenschaftliche Studien aus allen Forschungsbereichen des Instituts in wenigen Minuten aufbereitet, erlaubt fossilfrei tiefe inhaltliche Diskussionen zu Energiewendethemen, die manchmal auch über eine Stunde dauern. 

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