Das DIW Berlin im Jahre 1980

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Das DIW im Jahre 1980

Der RBB blickt in diesem Video zurück auf die Arbeit des DIW im Jahre 1980. Damals lief jeden Mittwoch in Berlin-Kreuzberg eine Druckmaschine auf Hochtouren, um den DIW-Wochenbericht zu drucken. Dieser wurde an 3.000 bis 4.000 Personen verschickt.

Das sieht heute ganz anders aus: Jede Woche ist der neue DIW-Wochenbericht kostenlos von überall aus der Welt über die Webseite des Instituts abrufbar, wo er barrierefrei direkt als HTML-Version gelesen werden oder als pdf heruntergeladen werden kann. So erreicht er statt 3000 bis 4000 Leser in der Spitze bis zu über 73.000 Menschen. Verschickt wird er auf Wunsch auch noch, aber nur per Email, um Papier und Ressourcen zu schonen. Alle bisherigen Ausgaben des Wochenberichts können digital abgerufen werden.

Der DIW-Wochenbericht kam 1980 aus der Druckmaschine in Berlin-Kreuzberg.
© RBB/SFB

Berlin 1980 mit eigener Berechnung des Bruttosozialproduktes

Nicht nur die Technik war eine andere. Im Jahr 1980 fällt außerdem auf: In dem Beitrag über die Arbeit des DIW sind vor allem Herren in Anzügen zu sehen, die zu Wort kommen. Sie brüten über Akten, verschiedenen Listen und Papieren und telefonieren mit guten alten Drehscheiben-Telefonen. Im Beitrag sind Rechenmaschinen und Druckgeräte zu sehen – es war offensichtlich die vor-digitale Zeit.

Damals wurde in Berlin das Bruttosozialprodukt für die Stadt selbst berechnet. Mithilfe des statistischen Landesamts wurden unter anderem alle 1.200 Berliner Produktionsbetriebe befragt. Dabei wurden insgesamt eine halbe Million Zahlen bewegt, um den Konjunkturverlauf prognostizieren zu können – dazu gehörten Rentenerhöhungen, Tarifabschlüsse, Zahlen aus Gewerbe und Dienstleistungen.

Warum Prognosen nicht eintreten müssen

Der damalige DIW-Präsident Hans-Jürgen Krupp erklärte, dass die DIW-Prognosen auf bestimmten Bedingungen beruhten, die sich ändern könnten. Wenn das Institut etwa auf bestimmte Gefahren für die konjunkturelle Entwicklung hinweist und die politisch Verantwortlichen darauf reagieren, kann das zur Folge haben, dass sich eine ungünstige Prognose nicht bewahrheitet. Genau dann habe das Institut alles richtig gemacht, denn auch Konjunkturprognosen dienen der Politikberatung.

Ähnlich wie Hans-Jürgen Krupp es 1980 erklärt hat, beschreibt auch die heutige Leiterin der Prognose und Konjunkturpolitik am DIW Berlin, Geraldine Dany-Knedlik, die Konjunkturprognose heute: „Du kannst eine gute Wirtschaftsprognose abgeben und sie ist genau deshalb gut, weil sie nicht eintritt.“ Denn wenn eine Prognose eine Rezession erwartet, diese aber abgewendet werden kann, hat die Prognose ihren Zweck erfüllt.  Manche Erkenntnisse galten also 1980 schon genau so wie heute.

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So funktioniert die Gemeinschaftsdiagnose : Geraldine Dany-Knedlik über 75 Jahre "GD" und die Konjunkturprognose am DIW Berlin

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