„Wir wollen gesellschaftlichen Wandel verstehen“

Das DIW Berlin heute: Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP)

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„Wir wollen gesellschaftlichen Wandel verstehen“: Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) stellt sich vor

Das Sozio-oekonomische Panel (kurz: SOEP) ist eine der umfangreichsten und am längsten laufenden sozialwissenschaftlichen Panelstudien weltweit. Jährlich befragt das SOEP-Team derzeit etwa 30.000 Personen in knapp 20.000 Haushalten. „Wir wollen menschliches Leben verstehen“, sagt SOEP-Leiterin Sabine Zinn. „Wir wollen wissen, wie soziale Gruppen miteinander zusammenleben und den Zusammenhang finden zwischen den Überzeugungen der Menschen und ihren Handlungen.“

Seit 1984 sammeln die SOEP-Forscher*innen Paneldaten von tausenden Menschen und machen sie dabei auch Wissenschaftler*innen auf der ganzen Welt zugänglich. „Das SOEP war am Anfang ein kleines Projekt, in dem relativ wenig Personen gearbeitet haben“, sagt Zinn. „Mittlerweile haben wir im Geschäftsbereich SOEP fast 80 Mitarbeiter*innen, die bei Erhebungen unterstützen, die Daten aufbereiten und mit diesen Forschung betreiben.“

Dabei sind die Forscher*innen des SOEP in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen beheimatet. Von Wirtschaftswissenschaft über Soziologie bis hin zu Psychologie. Das spiegelt sich auch in der Themenvielfalt der SOEP-Daten wider, die nahezu alle sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen abdecken. Im Sozialbericht 2024 der Bundeszentrale für politische Bildung zum Beispiel steuerten Forscher*innen des SOEP zahlreiche Artikel zu Themen wie Migration, psychische Gesundheit und Einkommensgerechtigkeit bei.

Im vergangenen Jahr feierte das SOEP sein 40-jähriges Bestehen mit zahlreichen prominenten Gästen und Unterstützer*innen. Gleichzeitig lief die Forschung auf Hochtouren: Mit 49 laufenden Drittmittelprojekten erreichte das SOEP eine Fördersumme von elf Millionen Euro.

Der Schwerpunkt „Soziale Ungleichheit und Verteilung“ wurde weiter ausgebaut – unter anderem mit der neuen Forschungsgruppe „Life Course and Inequality“ unter Philipp Lersch sowie einem Projekt zu Erbschaften und Ungleichheit, gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung. Zudem gingen 2024 zwei neue Stichproben ins Feld und ein Experiment untersuchte die Einstellungen der Bevölkerung zum CO₂-Fußabdruck.

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