Dossier Einkommen und Löhne

Einkommen und Löhne: Wer verdient was?

Wie ist das Einkommen in Deutschland verteilt – und empfinden wir das als gerecht? Wie wirken sich politische Maßnahmen wie der Mindestlohn aus? Wodurch entsteht der Gender Pay Gap? Das DIW Berlin setzt sich intensiv mit der Verteilung von Einkommen in Deutschland auseinander und betrachtet diese aus verschiedenen Blickwinkeln. Eine Übersicht über die derzeitigen Publikationen, Veranstaltungen und Forschungsprojekte zu diesem Thema finden sie in diesem Dossier zum Thema Einkommen und Löhne.
DIW Wochenbericht 18 / 2020

Realeinkommen steigen, Quote der Niedrigeinkommen sinkt in einzelnen Altersgruppen

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist seit dem Jahr 2000 unter anderem durch eine verstärkte Zuwanderung um mehr als fünf Millionen gewachsen. Diese positive Entwicklung schlägt sich auch in den Einkommen der privaten Haushalte nieder, die im selben Zeitraum um real gut zwölf Prozent im Schnitt stiegen. Davon profitieren seit 2013 nun fast alle Einkommenssegmente, seit 2015 auch das unterste ...

DIW Wochenbericht 7 / 2020

Mindestlohn hat deutlichen Einfluss auf Entwicklung der Lohnungleichheit: Interview

2020| Markus M. Grabka, Erich Wittenberg
Video

Was hat der Mindestlohn in Deutschland bewirkt? : Interview mit Alexandra Fedorets

2015 wurde in Deutschland der Mindestlohn eingeführt und seitdem schrittweise angehoben, seit dem 1. Januar 2020 liegt er bei 9,35 Euro. Im Video spricht Alexandra Fedorets darüber, inwiefern der Mindestlohn ein Erfolg war und dass die befürchteten Beschäftigungsverluste nicht eingetreten sind. Sie macht deutlich, dass die Durchsetzung des Mindestlohngesetzes nicht einfach ist...

12.02.2020| Nachgeforscht
Pressemitteilung

Deutlich zunehmende Realeinkommen bei steigender Einkommensungleichheit

Ein Großteil der Bevölkerung profitiert von steigenden Einkommen, doch seit der Finanzkrise nimmt die Ungleichheit der Einkommen wieder zu –– Mehr als die Hälfte hält den eigenen Nettolohn für zu niedrig, obwohl die Einkommenszuwächse positiv wahrgenommen werden

07.05.2019
DIW Wochenbericht 45 / 2019

Gerechtigkeit im europäischen Vergleich: Verteilung nach Bedarf und Leistung in Deutschland besonders befürwortet

Anhand aktueller Daten des European Social Survey (ESS) wird die Wahrnehmung der nationalen Erwerbseinkommensgerechtigkeit in Deutschland und mit derjenigen im Rest Europas verglichen. Die große Mehrzahl der europäischen Befragten schätzt niedrige Bruttoerwerbseinkommen als ungerechterweise zu niedrig ein. Hohe Einkommen hingegen werden in Deutschland seltener als zu hoch eingeschätzt als im Rest Europas. ...

2019| Jule Adriaans, Philipp Eisnecker, Stefan Liebig
Blog Marcel Fratzscher

Zeit spaltet die Gesellschaft

Zeit spaltet die Gesellschaft Wer nicht gut verdient, hat häufig keine Gelegenheit, sein Einkommen durch Mehrarbeit zu verbessern. Politik und Wirtschaft schränken die Arbeitszeiten zu sehr ein. Kolumne Dieser Beitrag ist am 29. November 2019 der ZEIT ONLINE–Kolumne Fratzschers Verteilungsfragen erschienen. Hier finden Sie alle Beiträge von Marcel Fratzscher. ...

02.12.2019| Marcel Fratzscher
Interview

„Seit den Neunzigerjahren ist der Anteil an Menschen mit niedrigen Einkommen deutlich gestiegen“

Interview mit dem Verteilungsexperten Markus M. Grabka

Pressemitteilung

Trotz Arbeitsmarktboom: Bei einem Viertel aller abhängigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland werden Niedriglöhne von unter 10,80 Euro gezahlt

Anteil der Niedriglohnbeschäftigten stagniert seit 2008 bei etwa einem Viertel – Rund neun Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit Niedriglöhnen, inklusive Nebentätigkeiten – Besonders junge Erwachsene, Frauen, MigrantInnen und Ostdeutsche erhalten überdurchschnittlich häufig Niedriglöhne – Neue Minijobregelungen, bessere Qualifizierung und ...

03.04.2019
Blog Marcel Fratzscher

In der Niedriglohnfalle

In der Niedriglohnfalle Deutschland hat einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa. Trotz Beschäftigungsboom und starkem Wirtschaftswachstum verdient jeder vierte abhängig Beschäftigte – rund acht Millionen Personen – hierzulande weniger als 10,80 Euro brutto pro Stunde. Dort liegt derzeit die sogenannte Niedriglohnschwelle. Europaweit liegt der Anteil bei ...

17.05.2019| Marcel Fratzscher
Interview

"Für viele klingt die Idee erst einmal sympathisch": Interview mit Jürgen Schupp

Herr Schupp, wie groß ist die Ablehnung, beziehungsweise die Befürwortung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland? Wenn man die Fehlerintervalle mit berücksichtigt, schwankt die Anzahl der Personen, die einer solchen Idee zugeneigt sind, in einem Korridor von 45 bis 52 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass die Schweiz im Jahr 2016 eine Volksabstimmung zum Grundeinkommen durchgeführt ...

10.04.2019| Jürgen Schupp
Pressemitteilung

Internationaler Frauentag: DIW-Studien liefern neue Erkenntnisse zur Benachteiligung von Frauen in Deutschland

DIW-Studie nimmt Lohnlücke in einzelnen Berufen unter die Lupe – In Berufen, in denen lange Arbeitszeiten einen hohen Stellenwert haben und überproportional entlohnt werden, sind Gender Pay Gaps größer – Weitere Studie widmet sich dem Gender Care Gap: Frauen erledigen immer noch Großteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung

06.03.2019
Pressemitteilung

Niedrige Löhne empfindet die große Mehrheit als ungerecht

DIW-Studie untersucht auf Umfragebasis, als wie gerecht Erwerbseinkommen in Deutschland wahrgenommen werden – Dass Einkommen ungleich verteilt ist, wird grundsätzlich akzeptiert – Überwältigende Mehrheit der Befragten nimmt aber untere Arbeitseinkommen als zu niedrig wahr – Um Gefühl der Gerechtigkeit in der Bevölkerung zu erhöhen, muss Politik bei niedrigen ...

12.09.2018
Interview

„Die Konsequenz von empfundener Ungerechtigkeit kann ein Rückzug sein“: Interview mit Stefan Liebig

Herr Liebig, es wird öffentlich viel über eine ungerechte Einkommensverteilung diskutiert. Ist das nur eine subjektive Wahrnehmung oder auch statistisch, wissenschaftlich belegbar? Die Einkommensungleichheit können wir sehr gut messen. Aber wir können wissenschaftlich nicht bestimmen, ab wann eine Einkommensungleichheit ungerecht ist. Dafür gibt es keine klaren wissenschaftlichen ...

12.09.2018
DIW aktuell 16 / 2018

Midijob-Reform entlastet Geringverdienende, vor allem teilzeiterwerbstätige Frauen

Die geplante Midijob-Reform entlastet die Begünstigten um durchschnittlich 17 Euro im Monat. Sie kostet die Sozialversicherungen jährliche Beitragsausfälle von etwa 400 Millionen Euro, einschließlich Mehreinnahmen bei der Einkommensteuer entstehen staatliche Mindereinnahmen von insgesamt rund 300 Millionen Euro. Die Reform ent-lastet überwiegend untere und mittlere Einkommen. Ein Drittel des Entlastungsvolumens ...

2018| Stefan Bach, Hermann Buslei, Michelle Harnisch
Pressemitteilung

Wer nicht durchgängig Vollzeit gearbeitet hat, verdient als Führungskraft weniger

Korrigierte Version vom 25. Juli, 14:00 Uhr: Präzisierungen im zweiten Absatz der Pressemitteilung und in der Infografik mit Blick auf Prozent vs. Prozentpunkte. In Deutschland lag der Gender Pay Gap bei Führungskräften im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2016 bei 30 Prozent – Ein maßgeblicher Erklärungsfaktor hierfür ist der Arbeitsumfang im bisherigen Erwerbsleben ...

25.07.2018
Pressemitteilung

Mindestlohn lässt Stundenlöhne in Deutschland steigen, aber Monatsverdienste nicht im selben Maße

Stundenlöhne, vor allem niedrige Löhne, dank Einführung des Mindestlohns gestiegen – Für viele ist die Arbeitszeit aber gleichzeitig zurückgegangen, so dass Monatsverdienste nicht entsprechend zugenommen haben – Mindestlohn hat Einkommen und Lebensunterhalt von Niedriglohnbeschäftigten nicht spürbar verbessert  Die Einführung eines gesetzlichen ...

04.07.2018
Statement

Viele Beschäftigte, die einen Anspruch darauf hätten, bekommen den Mindestlohn nicht

Die Empfehlung der Mindestlohnkommission zur Erhöhung des Mindestlohns kommentiert DIW-Expertin Alexandra Fedorets wie folgt: 

26.06.2018| Alexandra Fedorets
Forschungsprojekt

Evaluation des Mindestlohns in Deutschland (EVA-MIN)

Wissensproduktion und- vermittlung für die evidenzbasierte (fach-)öffentliche Evaluation der Mindestlohn-Gesetzgebung Wie der ab dem 1. Januar 2015 geltende Mindestlohn wirken wird, ist eine offene Frage. Umso wichtiger ist eine rasche wissenschaftliche Evaluation der Wirkungen des Mindestlohnes, für die das Projekt wichtige Datengrundlagen liefert. Die Infrastruktureinrichtung...

Abgeschlossenes Projekt| Sozio-oekonomisches Panel
Konferenz

Konferenz zur "Evaluation des Mindestlohns"

Am 4. und 5. Juli 2018 wird am DIW Berlin die Konferenz „Evaluation of Minimum Wages“ stattfinden. Ziel der Konferenz ist es, ein Forum für die aktuelle Forschung zu Mindestlöhnen und deren Effekten zu bieten. Während der Fokus der Veranstaltung auf Deutschland nach der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns liegt, werden auch Beiträge mit...

04.07.2018
Pressemitteilung

Sozialwesen in Deutschland: Niedrige Löhne in einem rasant wachsenden Wirtschaftszweig

Wirtschaftsleistung und Beschäftigung im Sozialwesen sind in den vergangenen Jahren enorm gewachsen – Löhne liegen allerdings weit unter dem Durchschnitt, gleichzeitig fehlt es an qualifiziertem Personal Die Wirtschaftsleistung im Sozialwesen, zu dem insbesondere die ambulante und stationäre Altenpflege sowie die Kinder- und Jugendhilfe gehören, ist zwischen 1991 und 2015 ...

18.04.2018
Medienbeitrag

„Solidarisches Grundeinkommen“: Gute Idee mit falschem Namen

Dieser Gastbeitrag von Jürgen Schupp ist am 30. März 2018 bei „Fazit – das Wirtschaftsblog“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erschienen. Seitdem der Regierende Bürgermeister von Berlin unter dem Namen „solidarisches Grundeinkommen“ einen entsprechenden Vorschlag gemacht hat, wird die Idee einer Alternative zu Hartz IV eifrig diskutiert. Der Mechanismus ...

04.04.2018| Jürgen Schupp
Pressemitteilung

Trotz des Gender Pay Gaps empfinden Frauen ihren Verdienst häufig als gerechter als Männer – Der Grund dafür liegt auch in einer in typische Männer- und Frauenberufe unterteilten Arbeitswelt

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen betrug bei Vollbeschäftigten zuletzt immer noch 16 Prozent. Doch obwohl die meisten Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer, bewerten sie häufig ihr eigenes Einkommen als gerechter als dies Männer tun. Ein wesentlicher Grund für diesen Befund liegt in einer immer noch weitgehend in typische Männer- und Frauenberufe ...

15.03.2018
Pressemitteilung

Die Ungleichheit bei Bruttostundenlöhnen sinkt, nicht aber bei Monats- und -jahreslöhnen

Durchschnittlicher realer Bruttostundenlohn ist zwischen 2013 und 2016 um fünf Prozent gestiegen, im untersten Dezil wesentlich stärker – Ungleichheit sinkt bei Bruttostundenlöhnen seit 2014, bei Bruttomonats- und -jahreslöhnen stagniert sie – Trotz Einführung des gesetzlichen Mindestlohns steigen Bruttomonats- und -jahreslöhne im untersten Dezil kaum. Schon ...

28.02.2018
Forschungsprojekt

Arbeitsanreize und Einkommensverteilung - Mikrosimulation von Politikreformen in Deutschland

Inhalt dieses Projekts ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Steuer-Transfer-Simulationsmodells (STSM) des DIW Berlin auf Basis von Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP). Anhand dieses Mikrosimulationsmodells ist es möglich, die Verteilungs- und Arbeitsangebotswirkungen verschiedener sozial-, familien- oder steuerpolitischer Reformen zu untersuchen. Das Modell wird regelmä...

Wiederkehrendes Projekt| Staat, Gender Economics
Pressemitteilung

Einkommensverteilung in Deutschland: Spreizung der Bruttoeinkommen hat seit der Wiedervereinigung zugenommen

Die zehn Prozent mit dem höchsten Einkommen erwirtschaften in Deutschland fast genauso viel wie die mittleren 40 Prozent – Oberstes Ein-Prozent steigert Anteil am Volkseinkommen seit 1995 von acht auf 13 Prozent. Der Anteil der Spitzeneinkommen am Volkseinkommen ist in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre stark gewachsen. Dagegen hat sich der Anteil, den die Hälfte mit den geringsten ...

16.01.2018
Pressemitteilung

Große Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland

Frauen erzielen in Deutschland nur die Hälfte des Gesamteinkommens der Männer und verdienen bei den Stundenlöhnen rund ein Fünftel weniger – Bei Erwerbseinkommen gibt es Gender Pay Gap zwischen „Männer-“ und „Frauenberufen“, aber auch innerhalb vieler Berufe – Deutschland weist eine im internationalen Vergleich hohe Lücke von rund 53 ...

25.10.2017
Pressemitteilung

Die Löhne der Geringverdienenden bleiben seit der Finanzkrise nicht mehr zurück – obwohl sie seit 1995 real gesunken sind

Nur mittlere Löhne wachsen zuletzt unterdurchschnittlich Die realen Bruttostundenlöhne der Beschäftigten in Deutschland sind für die unteren 40 Prozent der Lohnverteilung seit 1995 real gefallen, für die oberen 50 Prozent dagegen gestiegen. Nach der Finanzkrise haben die Stundenlöhne auch für die Geringverdienenden real zugenommen, so dass die Lohnentwicklung weniger ...

24.05.2017
DIW Wochenbericht 21 / 2018

Einkommensverteilung in Deutschland: Realeinkommen sind seit 1991 gestiegen, aber mehr Menschen beziehen Niedrigeinkommen

Zwischen 1991 und 2015 sind die verfügbaren bedarfsgewichteten Einkommen der Personen in privaten Haushalten in Deutschland real im Durchschnitt um 15 Prozent gestiegen. Der größte Teil der Bevölkerung hat von diesen realen Einkommenszuwächsen profitiert, die Gruppen am unteren Ende der Einkommensverteilung allerdings nicht. Die Ungleichheit sowohl der Markt- als auch der verfügbaren bedarfsgewichteten ...

2018| Markus M. Grabka, Jan Goebel
Pressemitteilung

Rund 1,8 Millionen Beschäftigte, die Anspruch auf den Mindestlohn haben, bekommen weniger

Mindestlohn hat zu bedeutenden Lohnsteigerungen geführt – Noch bekommen aber ungefähr sieben Prozent der anspruchsberechtigten ArbeitnehmerInnen weniger als den Mindestlohn, Mini-JobberInnen und Beschäftigte in kleinen Firmen sind besonders betroffen – Berücksichtigt man auch Erwerbstätige ohne Anspruch auf den Mindestlohn, wie Selbständige, verdienten ...

06.12.2017
Interview

Mindestlohn noch längst nicht für alle Anspruchsberechtigten : Interview mit Alexandra Fedorets

Frau Fedorets, im Januar 2015 wurde der Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Wie haben sich die niedrigen Löhne seitdem entwickelt? Unsere Ergebnisse zeigen tatsächlich, dass nach der Einführung des Mindestlohns ein starkes Wachstum im unteren Lohnsegment zu beobachten ist. Beispielsweise sind in den unteren zehn Prozent der Stundenlohnverteilung die Löhne seit dem Jahr 2014 ...

06.12.2017| Alexandra Fedorets