Dossier Gender Pay Gap

Mind the Gap – Wo Gender Ungleichheit generiert

Gender Gerechtigkeit betrifft viele Bereiche. Das Dossier zum Gender Pay Gap thematisiert, dass Frauen weniger verdienen als Männer und die Ursachen hierfür. Dazu zählen zum Beispiel die unterschiedlichen Erwerbsbiografien: Familienbedingt sind es immer noch die Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder in Teilzeit arbeiten. Diskutiert werden gleichzeitig mögliche Maßnahmen zur Verringerung der Ungleichheit, d. h. wie können Frauen mehr Führungspositionen erreichen – Stichwort „Top-Sharing“ oder „Geschlechterquote für Aufsichtsräte“ – und wie können stereotype Vorstellungen abgebaut werden.
DIW Wochenbericht 10 / 2020

Gender Pay Gap steigt ab dem Alter von 30 Jahren stark an

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Bei Beschäftigten unter 30 Jahren beträgt der Abstand im durchschnittlichen Bruttostundenlohn neun Prozent, bis zum Alter von 50 Jahren verdreifacht sich die Verdienstlücke auf 28 Prozent. Grund für den Anstieg sind Unterschiede im Erwerbsverhalten: Während Frauen ab 30 häufig familienbedingt ihre Arbeitszeit reduzieren ...

DIW Wochenbericht 10 / 2020

Gender Pay Gap in den Köpfen: Männer und Frauen bewerten niedrigere Löhne für Frauen als gerecht

Sowohl Frauen als auch Männer bewerten es als gerecht, wenn Frauen für dieselbe Arbeit ein geringeres Gehalt bekommen als Männer. Das zeigen aktuelle Auswertungen eines umfragebasierten Experiments, das im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts durchgeführt wurde. Demnach wird ein im Durchschnitt um drei Prozent geringeres Gehalt für Frauen bei sonst gleichen Merkmalen, ...

2020| Jule Adriaans, Carsten Sauer, Katharina Wrohlich
DIW Wochenbericht 10 / 2020

Frauen erwarten geringere Lohnsteigerungen als Männer

Basierend auf Auswertungen repräsentativer Umfragedaten zeigt dieser Wochenbericht, dass sich Frauen und Männer in ihren Erwartungen über Lohnentwicklungen deutlich unterscheiden, vor allem bezüglich ihrer langfristigen Erwartungen (über zehn Jahre). Die stärksten geschlechtsspezifischen Unterschiede treten für die Gruppe der jungen Befragten mit hohem Bildungsabschluss auf, die geschlechtsübergreifend ...

2020| Christoph Breuning, Iuliia Grabova, Peter Haan, Felix Weinhardt, Georg Weizsäcker
DIW Wochenbericht 10 / 2020

Aufbrechen von Stereotypen kann Gender Pay Gap reduzieren: Interview

2020| Katharina Wrohlich, Erich Wittenberg
DIW Wochenbericht 10 / 2019

Auch an erwerbsfreien Tagen erledigen Frauen einen Großteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung

Bezahlte und unbezahlte Arbeit ist in Deutschland noch immer sehr ungleich zwischen Männern und Frauen verteilt. Auch unabhängig von Zeitrestriktionen durch Erwerbsarbeit gibt es eine geschlechtsspezifische Lücke im zeitlichen Aufwand für Hausarbeit und Kinderbetreuung (GenderCare Gap). Das Gesamtvolumen von bezahlter und unbezahlter Arbeit an Wochentagen ist bei Männern und Frauen mit circa elf Stunden ...

2019| Claire Samtleben
DIW Glossar

Gender Pay Gap

Englischer Terminus, der aber international verwendet wird, für das geschlechtsspezifische Lohngefälle, oder Lohnlücke, d. h. den Unterschied in der durchschnittlichen Bezahlung von Männern und Frauen.

DIW Wochenbericht 46 / 2019

Teilzeiterwerbstätigkeit: Überwiegend weiblich und im Durchschnitt schlechter bezahlt

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Immer mehr von ihnen arbeiten jedoch in Teilzeit: In Westdeutschland waren es 2017 gut 38 Prozent, in Ostdeutschland etwa 27 Prozent – deutlich mehr als noch Mitte der 1990er Jahre. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Stundenlohnlücke zwischen Vollzeit- und Teilzeitjobs, der Part-time Wage Gap, erheblich größer ...

2019| Patricia Gallego Granados, Rebecca Olthaus, Katharina Wrohlich
DIW Wochenbericht 10 / 2018

Gender Pay Gap besonders groß bei niedrigen und hohen Löhnen

Noch immer erhalten Frauen im Mittel geringere Löhne als Männer. Auf Basis einer neuen Auswertung von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt dieser Bericht, dass sich die mittlere Lohnlücke, der Gender Pay Gap, von Vollzeitbeschäftigten in den letzten drei Jahrzehnten deutlich reduziert hat. Im Zeitraum 2010 bis 2014 lag sie bei 16 Prozent. Die Lohnlücke ist nach wie vor an den Rändern der ...

2018| Patricia Gallego Granados, Katharina Wrohlich
DIW Wochenbericht 13 / 2017

Ehegattenbesteuerung: Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag schafft fiskalische Spielräume

Die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten einer Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag könnte gut 15 Milliarden Euro Mehreinnahmen erzielen. Das Arbeitsangebot von verheirateten Frauen würde spürbar steigen. Belastet würden vor allem besserverdienende Ehepaare mit ungleichen Einkommen. Übergangregelungen zum Vertrauensschutz für bestehende Ehen, Ehepaare mit kleineren Kindern ...

2017| Stefan Bach, Björn Fischer, Peter Haan, Katharina Wrohlich
DIW Wochenbericht 10 / 2019

Große Gender Pay Gaps in einzelnen Berufen hängen stark mit der überproportionalen Entlohnung von langen Arbeitszeiten zusammen

Der Gender Pay Gap beträgt in Deutschland 21 Prozent und ist in Teilen darauf zurückzuführen, dass Männer und Frauen in unterschiedlichen Berufen arbeiten. Allerdings sind auch innerhalb der Berufe beachtliche Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen zu beobachten, deren Höhe sich aber zwischen den Berufen stark unterscheidet. Der Gender Pay Gap ist in den Berufen besonders stark ausgeprägt, ...

2019| Aline Zucco
Video

Nachgeforscht bei: Katharina Wrohlich zum Gender Pay Gap

Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin, spricht über die Ursachen des Gender Pay Gaps, also über den prozentualen Unterschied der Bruttolöhne von Frauen gemessen am Bruttolohn der Männer. Eine der Hauptursachen für den Gender Pay Gap ist, dass Frauen viel mehr Anteil an der Sorgearbeit tragen als Männer, mehr in Teilzeit...

04.03.2020| Nachgeforscht
Interview

"Rentenpunkte auf die Erziehungszeiten verringern den Gender Pension Gap nur leicht": Interview mit Christian Westermeier

Herr Westermeier, Männer verdienen im Durchschnitt mehr als Frauen und bekommen dementsprechend im Alter auch mehr Rente. Welche Gründe gibt es noch, die diesen sogenannten Gender Pension Gap erklären? Neben dem Gender Pay Gap, also der Tatsache, dass Frauen weniger verdienen als Männer, wenn sie im selben Beruf tätig sind, arbeiten Frauen auch häufiger in Berufen, die ...

01.02.2017| Christian Westermeier
Interview

„Es gibt Berufe, bei denen die Arbeitsstunden eine große Rolle für den Gender Pay Gap spielen“: Interview mit Aline Zucco

Frau Zucco, wie groß ist die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen, also der so genannte Gender Pay Gap, in Deutschland? Beim sogenannten Gender Pay Gap  unterscheiden wir den bereinigten und den unbereinigten Gender Pay Gap. Der unbereinigte Gender Pay Gap liegt momentan in Deutschland bei 21 Prozent. Der bereinigte Gender Pay Gap, der auch unterschiedliche Berufserfahrungen ...

06.03.2019| Aline Zucco
Gender Studies Tagung

(Un)gleich besser?! - Die Dimension Geschlecht in der aktuellen Ungleichheitsdebatte

Mit hochkarätigen Gästen wollen wir unter anderem die Zusammenhänge zwischen der zunehmenden Einkommens- und Vermögensungleichheit und der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen diskutieren. In den letzten Jahren wurde viel unternommen, um die Chancengleichheit von Frauen und Männern zu verbessern. Ist das gelungen? Wem nützen die gleichstellungspolitischen...

27.09.2018| Keynote: Angela McRobbie
Gender Studies Tagung

Arbeit 4.0 – Blind Spot Gender

Unter dem Titel "Arbeit 4.0 – Blind Spot Gender" findet am 22. September 2016 die 3. Gender Studies Tagung statt. Das DIW Berlin veranstaltet die Tagung in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung. Eine Übertragung findet via Livestream statt.

22.09.2016
DIW Glossar

Managerinnen-Barometer

Das DIW Berlin untersucht jährlich die Repräsentation von Frauen in Vorständen und Geschäftsführungen sowie in Aufsichts- und Verwaltungsräten der größten Unternehmen in Deutschland. Die Ergebnisse werden in Form des DIW Managerinnen-Barometers veröffentlicht. Dieses erfasst mittlerweile insgesamt mehr als 500 Unternehmen in verschiedenen Kategorien, darunter ...

23.01.2014
DIW Wochenbericht 30/31 / 2018

Die Berufserfahrung in Vollzeit erklärt den Gender Pay Gap bei Führungskräften maßgeblich

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich immer noch weniger als Männer. Dies gilt auch und sogar verstärkt für Führungskräfte: Für den Zeitraum von 2010 bis 2016 ergibt sich für Vollzeitbeschäftigte in Führungspositionen ein durchschnittlicher Gender Pay Gap im Bruttostundenverdienst von 30 Prozent. Werden geschlechtsspezifische Unterschiede in relevanten Verdienstdeterminanten herausgerechnet, ...

2018| Elke Holst, Anne Marquardt
Diskussionspapiere 1799 / 2019

Gender Identity and Wives' Labor Market Outcomes in West and East Germany between 1984 and 2016

We exploit the natural experiment of German reunification in 1990 to investigate if the institutional regimes of the formerly socialist (rather gender-equal) East Germany and the capitalist (rather gender-traditional) West Germany shaped different gender identity prescriptions of family breadwinning. We use data for three periods between 1984 and 2016 from the representative German Socio-Economic Panel ...

2019| Maximilian Sprengholz, Anna Wieber, Elke Holst
DIW Wochenbericht 4 / 2020

Frauenanteile in Spitzengremien großer Unternehmen steigen – abgesehen von Aufsichtsräten im Finanzsektor

Die Frauenanteile in den Vorständen großer Unternehmen in Deutschland sind im vergangenen Jahr etwas stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Die 200 umsatzstärksten Unternehmen knackten erstmals die Zehn-Prozent-Marke: 14 Vorstandsposten mehr als noch im Jahr zuvor – nämlich 94 von 907 – hatten Frauen inne. Auch bei den größten börsennotierten und bei den Unternehmen, an denen der Bund beteiligt ...

2020| Anja Kirsch, Katharina Wrohlich
DIW Wochenbericht 38 / 2019

Geschlechterquoten im europäischen Vergleich: Harte Sanktionen bei Nichteinhaltung sind am wirkungsvollsten

Noch immer sind Frauen in Spitzengremien der Privatwirtschaft deutlich unterrepräsentiert. Um dem entgegenzuwirken, haben in den vergangenen Jahren mehrere europäische Länder gesetzliche Geschlechterquoten eingeführt. Andere bauen – zumindest bisher – auf bloße Empfehlungen zu Gender Diversity in den nationalen Leitlinien zur Unternehmensführung. Wie ein deskriptiver Vergleich der Entwicklung des Frauenanteils ...

2019| Paula Arndt, Katharina Wrohlich
DIW Wochenbericht 4 / 2020

Mehr Frauen in Aufsichtsräten: Hinweise für Strahlkraft der Geschlechterquote auf Vorstände verdichten sich

Die verbindliche Geschlechterquote für Aufsichtsräte wirkt: Insbesondere in den an sie gebundenen Unternehmen ist der Frauenanteil im Kontrollgremium in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Doch wie sieht es mit der erhofften Strahlkraft der Quote auf die Vorstände aus? Dieser Bericht untersucht als zweiter Teil des aktuellen DIW Managerinnen-Barometers, ob ein Zusammenhang zwischen der Entwicklung ...

2020| Anja Kirsch, Katharina Wrohlich
Forschungsprojekt

The gender wage gap and the role of policy: Analyzing patterns over time, over the life cycle and across the wage distribution

Der Gender Wage Gap existiert in allen Ländern der Welt und bleibt trotz einiger Verbesserungen in den letzten zehn Jahren auch in Deutschland auf hohem Niveau. Das Phänomen ist daher im Fokus der öffentlichen und akademischen Debatte. Zahlreiche wissenschaftliche Studien quantifizieren und analysieren die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, ihre Ursachen und ihre...

Aktuelles Projekt| Staat, Gender Economics
DIW Wochenbericht 12 / 2019

Der Equal Pay Day kommt 77 Tage zu spät: Kommentar

2019| Elke Holst, Aline Zucco