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Vorwort 2025: DIW-Präsident Marcel Fratzscher begrüßt zum Jahresrückblick
Liebe Leser*innen, liebe Kooperationspartner*innen, liebe Freund*innen des DIW Berlin,
2025 ist das Jahr, in dem wir 100 Jahre alt geworden sind. Deshalb haben wir uns dieses Jahr auch ein bisschen mit uns selbst beschäftigt und mit 100 Geschichten auf unsere Geschichte, unsere Erfolge, Mitarbeiter*innen und Themen zurückgeblickt. Die 100-Jahres-Webseite bietet einen Überblick über unsere verschiedenen Epochen und unsere nicht immer einfache Geschichte.
Der diesjährige Jahresrückblick beleuchtet insofern nicht nur das Jahr 2025 und unsere diesjährigen Forschungshighlights, sondern schließt auch Reflexionen auf die übrigen 99 Jahre davor mit ein.
Im Video nenne ich ein paar Punkte, die mir besonders wichtig erscheinen.
Herzliche Grüße
Ihr Marcel Fratzscher im Namen des Vorstands
Das Jahr 2025 stand für das DIW Berlin ganz im Zeichen seines hundertsten Geburtstags. Der Regierende Bürgermeister Berlins Kai Wegner stellte im März im Roten Rathaus die Chronik des Instituts „Die Vermessung der Wirtschaft – 100 Jahre DIW Berlin“ vor. Sie beleuchtet die Geschichte des Instituts von der Gründung und der baldigen Unterstützung der Nazi-Diktatur über die Nachkriegszeit, die Forschung zur DDR und dem wiedervereinigten Deutschland bis hin zur Forschung in einer globalisierten Welt. Ein Zeitstrahl visualisiert die Epochen auf der Jubiläumswebsite www.diw.de/100jahre und versammelt hundert spannende Geschichten rund um die Forschung, die Menschen und die Ereignisse.
Im Mai fand die zentrale Jubiläumsveranstaltung für alle Mitarbeitenden gemeinsam mit der Kuratoriumsvorsitzenden Sigrid Nikutta, dem Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, Christian Drosten, der Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Verena Bentele, der CEO des Centre for Feminist Foreign Policy, Kristina Lunz, und der Klima-Aktivistin Luisa Neubauer im historischen Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin-Mitte statt. Ein besonderes Highlight war die Keynote von Christian Drosten, der über die Rolle der Wissenschaft in Krisenzeiten sprach.
DIW-Präsident Marcel Fratzscher und Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin bei der Buchvorstellung.
© DIW Berlin/Phototek
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Wissenschaft ist Freiheit und Pflicht: Rede von Christian Drosten zum Festakt 100 Jahre DIW Berlin
Im Podcast „Wirtschaft bewegt – 100 Jahre DIW Berlin” kommen wichtige Persönlichkeiten zu Wort, die entweder selbst die Forschung maßgeblich geprägt haben oder über historische Ereignisse und Sichtweisen berichten können, wie Laura Pagenhardt und Martin Gornig, die über 75 Jahre Bauvolumen, eine der traditionsreichsten Berechnungen des Intituts sprechen und betonen, dass die Bruttowertschöpfung der Bauindustrie größer ist als die des Maschinenbaus oder der Chemieindustrie.
Die 100-Jahres-Kampagne mit den 100 Geschichten umfasst auch animierte Filme, wie zum Beispiel diesen hier zum berühmten Schweinezyklus, den Arthur Hanau 1928 veröffentlichte. Hier finden Sie die ganze Geschichte.
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Der Schweinepreiszyklus oder wie die Konjunkturforschung den Landwirten hilft: 100 Jahre DIW Berlin
Die DIW-Forschung beleuchtet zentrale wirtschafts- und gesellschaftspolitische Entwicklungen. Da am 23. Februar 2025 vorgezogene Bundestagswahlen stattfanden und die Ampelkoalition unter Olaf Scholz zerbrochen war, richteten sich die Politikempfehlungen der Wochenberichte und einer fünfzehnteiligen Sonderserie unserer Publikation DIW aktuell sodann an den neuen Bundestag und die neue Bundesregierung. Alle Abteilungen des DIW Berlin trugen zur Sonderserie zur Bundestagswahl bei, die auf Webseite und in den sozialen Medien für große Resonanz sorgte.
Insgesamt wurden die fünfzehn Ausgaben mehr als 80.000 mal online gelesen oder downgeloadet. Das bestgeklickte war das DIW aktuell 106 von Stefan Bach zu den Steuerreformvorschlägen der Parteien.
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Den Volltext des Films können Sie im Transkript nachlesen.
Wer entlastet wen? Stefan Bach über die Steuerpläne der Parteien: Nachgeforscht Spezial zur Bundestagswahl
Nach dem Wahlkampf drehten sich die politischen Diskussionen mehr um Migration, soziale Sicherungssysteme, Arbeitsmarkttrends sowie internationale Handels- und Finanzfragen als um die Klimakrise. Die USA begannen mit ihren immer wieder neuen und abgewandelten Zollvorgaben gegen den Rest der Welt. Russland setzte seinen Krieg gegen die Ukraine mit aller Härte fort.
In diesem Jahresrückblick wollen wir Ihnen eine kleine Rückschau auf unsere erfolgreichsten und spannendsten Forschungsergebnisse geben. Unser wichtigstes Format des Wissenstransfers ist weiterhin unser DIW-Wochenbericht mit all seinen Begleitformaten: Den jeweils extra angefertigten Infografiken, dem Interview und Podcast, den Sie bei den gängigen Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts abonnieren können, unseren Nachgeforscht- oder DIW-Glossar-Videos.
Wenn es passt, gibt dieser Rückblick Hinweise auf einige der Geschichten, die im Rahmen des Jubiläums entstanden sind. Jetzt passt zum Beispiel diese hier: In der 100-Jahres-Geschichte An Kritik wachsen wir steht einmal das Team, das sonst immer im Hintergrund agiert, im Vordergrund: die Wochenberichtsredaktion.
Die vier Chefredakteur*innen des Wochenberichtsredaktion vor dem 100 Jahre DIW-Logo. Kristina van Deuverden und Pio Baake (vorne) sind wissenschaftliche Chefredakteure, Claudia Cohnen-Beck und Sebastian Kollmann sind Teil der Kommunikationsabteilung.
© DIW Berlin
Zu Beginn eines jeden Jahres erscheint traditionell das DIW-Managerinnen-Barometer. Es misst die Repräsentation von Frauen in Vorständen und Geschäftsführungen sowie in Aufsichts- und Verwaltungsräten der größten Unternehmen in Deutschland. In den Vorständen der 200 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands sind 19 Prozent aller Vorstandsmitglieder Frauen, bei den 40 größten börsennotierten Unternehmen 26 Prozent.
Die hohe geschlechtsspezifischen Ungleichheit zeigt sich weiterhin auch beim Gender Pay Gap. Katharina Wrohlich empfiehlt im Wochenbericht 10/2025 Bildung schützt nicht vor dem Gender Pay Gap, Anreize zu setzen, damit sich Männer und Frauen die Erwerbs- und Sorgearbeit gleichmäßiger aufteilen. Denn Vollzeitarbeit schütze eher vor dem Gender Pay Gap als Bildung.
Im November war es wiederum Katharina Wrohlich, die bei uns mit einer Ikone dieses Fachbereiches diskutierte: Nobelpreisträgerin Claudia Goldin sprach bei der DIW 100-Lecture über die Auswirkungen weiblicher Autonomie auf die Geburtenrate. Letztere würde weltweit sinken, aber in Skandinavien, wo es viel mehr Gleichheit zwischen den Geschlechtern gibt, zeigt sich, dass die Frauen nicht mehr Kinder bekommen wollen, nur weil die Väter gut mitmachen. Hier können Sie die Rede nachhören:
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Video Review: The Downside of Fertility: DIW 100 Lecture - Keynote Speech by Nobel Prize Laureate Claudia Goldin
Auf dem Podium diskutierten mit Nobelpreisträgerin Claudia Goldin (Mitte): Bernd Fitzenberger, Leiter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (links) und Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Studies am DIW Berlin (rechts)
© DIW Berlin/Phototek
Der Gender Pension Gap, der den Unterschied bei den Rentenansprüchen zwischen Männern und Frauen misst, liegt bei 32 Prozent. Vor allem Mütter haben deutlich niedrigere Ansprüche. Wieder lautet auch bei diesem Wochenbericht 12/2015 Rentenansprüche von Frauen bleiben mit steigender Kinderzahl deutlich hinter denen von Männern zurück das Fazit, dass eine gleichberechtigte Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen den Eltern die Lücke verkleinern kann.
Das Thema Rente wurde und wird in Medien und Gesellschaft breit diskutiert und auch der Begriff Boomer-Soli, der später sogar in der Sendung „Wer wird Millionär?” erfragt wurde, war Auslöser einiger Debatten: Der Wochenbericht 29/2025 Ohne direkte Mehrbelastung der Jungen: Boomer-Soli kann wichtiger Baustein für Stabilisierung der Rente sein untersuchte die Wirkung eine Sonderabgabe finanzstärkerer Rentner*innenhaushalte an einkommensschwächere. Im Video erklären Maximilian Blesch und Stefan Bach das Modell:
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Rettet der Boomer-Soli die Rente?
In Anbetracht der absehbar steigenden CO2-Preise wird ein sozialer Ausgleich beispielsweise in Form eines Klimageldes notwendig sein. Die Studienergebnisse von Wochenbericht 6/2025 Mehr Klarheit schaffen: Klimageld als sozialer Ausgleich bei höheren CO₂-Preisen zeigen, wie wichtig es ist, die vorhandenen Bedenken zur klimapolitischen Wirksamkeit und der gerechten Verteilung der Kosten zu adressieren.
Franziska Holz und Alexander Schiersch sind die Sprecher*innen der SÖT-AG. Die sozial-ökologische Transformation ist eines der Schwerpunktthemen des Instituts. Dabei geht es um die Frage nach einer Wirtschaft, die sich an den Klimawandel anpasst, aber so, dass kein Mitglied der Gesellschaft außen vorgelassen wird.
Was die SÖTler*innen alles machen, schilderten die beiden in einer der 100 Jahres-Geschichten im Podcast:
Franziska Holz aus der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt, und Alexander Schiersch aus der Abteilung Unternehmen und Märkte
© DIW Berlin
Im Glossarvideo von Franziska Holz „Was ist LNG?” ging es darum, was Liquified Natural Gas auszeichnet, aber letztlich auch darum, dass wir davon loskommen müssen. Denn Erdgas ist auch im verflüssigten Zustand ein fossiler Brennstoff, der CO2 freisetzt.
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Was ist LNG?
Die deutsche und die europäische Industrie bleiben nur wettbewerbsfähig, wenn sie bei Investitionen in zukunftsfähige Technologien international führend sind. Der EU-Emissionshandel spielt dabei eine zentrale Rolle, muss jedoch so ausgestaltet werden, dass Grundstoffhersteller und weiterverarbeitende Betriebe nicht höheren CO2-Kosten ausgesetzt sind als internationale Wettbewerber. Die DIW aktuell-Sonderausgabe zur Bundestagswahl Nr. 114 Grundstoffindustrie braucht wirksamen Ausgleich von international unterschiedlichen CO2-Kosten kommt zu dem Schluss, dass sich die neue Bundesregierung auf EU-Ebene für die Einführung eines Clean-Economy-Beitrags, der effizienten Materialeinsatz und Klimaschutzverträge finanziert, einsetzen sollte.
Der Wochenbericht 47/2025 Gute Voraussetzungen zur Beschleunigung der Energiewende jetzt nutzen, der ein grundsätzliches Update zur Energiewende in Deutschland gibt, betont, dass vor allem die Sektorenkopplung beschleunigt werden müsse. Ein schnellerer Hochlauf von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und grüner Wasserstoffproduktion sei entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen. Das Wachstum der Elektromobilität stagniert und im Heizungsbereich werden sogar immer noch viele fossile Heizungen neu eingebaut – im ersten Halbjahr 2025 waren es allerdings erstmals etwas mehr neue Wärmepumpen als neue Erdgasheizungen. Der von der Regierung angekündigte Kurswechsel sei insofern falsch, nötig sei vielmehr nur ein klarer Kurs!
Dazu passt auch das Glossar-Video von Claudia Kemfert, in dem sie hervorhebt, dass die Kosten, die die Klimakrise verursacht, bedeutend höher sind als die, die wir für Klimaschutz ausgeben:
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Was sind Klimakosten?
„Wir schaffen das“ – Zehn Jahre nach dem berühmten Satz von Angela Merkel zieht ein WB-Themenheft Bilanz Zehn Jahre in Deutschland: Wandel des Willkommensgefühls, Einbürgerungen Geflüchteter und Gesundheit der in Deutschland geborenen Kinder: Geflüchtete fühlen sich immer weniger willkommen, während ihre Sorgen vor Fremdenfeindlichkeit zunehmen. Insgesamt verdeutlichen die Beiträge, wie wichtig es ist, mittel- und langfristige Aspekte der Integration zu betrachten. Nicht zuletzt der Blick auf die zweite Generation ist dabei von großer Bedeutung, denn viele Familien wollen in Deutschland bleiben.
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Zehn Jahre "Wir schaffen das" : Sabine Zinn zieht eine gemischte Bilanz
Der Forschungsbericht auf Grundlage der repräsentativen Längsschnittstudie zu Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland (SUARE), der zusammen mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem SOEP herausgegeben wird, untersuchte, wie es den Ukrainer*innen, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs nach Deutschland gekommen sind, geht.
Der Pressekonferenz zur Veröffentlichung unter Beteiligung von Sabine Zinn folgten zahlreiche Medienberichte, unter anderem in Tagesschau, Spiegel, WELT, Frankfurter Rundschau, taz und Bayerischem Rundfunk.
Der Bericht zeigt: Viele Lebensbereiche haben sich stabilisiert, zum Beispiel die Familienstrukturen. Der Nachzug von Männern hat sich seit 2022 leicht erhöht, der Anteil alleinerziehender Frauen ist stark gesunken. Allerdings liegt die Betreuungsquote für ukrainische Kinder 15 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt. Um den Einstieg in den Arbeitsmarkt besonders für Mütter zu erleichtern, braucht es zielgerichtete Informationen an die Mütter und alternative Kinderbetreuungsmodelle, so Sabine Zinn. In den Schulen sind ukrainische Kinder und Jugendliche gut integriert, jedoch besuchen sie verglichen mit der Gesamtschülerschaft überproportional häufig Mittel- und Hauptschulen. Hier besteht Handlungsbedarf, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
Auch 35 Jahre nach der Deutschen Einheit bestehen laut des Wochenberichts 40/2025 35 Jahre Deutsche Einheit – wo stehen die ostdeutschen Länder heute? große Unterschiede in der Wirtschafts- und Finanzkraft der Länder, aber sie zeigen sich nicht mehr einfach zwischen Ost und West. Die ostdeutschen Länder haben zu den finanzschwachen westdeutschen Ländern aufgeschlossen und die reichen Länder bauen ihren Vorsprung so aus, so dass die Kluft zu den armen weiter zunimmt. Statt eines Ost-West-Gefälles gibt es nun ein Stadt-Land-Gefälle und die ländlichen Regionen geraten bei der Produktivität immer mehr ins Hintertreffen.
Für die Mehrheit der Bevölkerung ist das Einkommen das Geld, von dem sie leben. Der Wochenbericht 42/2025 Armutsrisiko stagniert, ist aber bei Geflüchteten und Erwerbslosen sehr hoch über die Einkommensungleichheit zeigt, dass die Ungleichheit der Stundenlöhne gesunken ist. Aber das Armutsrisiko hat bei bestimmten Gruppen zugenommen. Das bedeutet, dass die Integration in den Arbeitsmarkt bei den betroffenen Gruppen – Personen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können, oder Personen ohne Schulabschluss – zielgerichtet gefördert werden muss.
Die Wirkung sozialer Ungleichheit zeigt sich schon in den Grundschulen. Wochenbericht 14/2025 trägt den aussagekräftigen Titel: Sprach- und Mathekompetenzen von Schulanfänger*innen in Deutschland hängen bei Schulstart stärker von der sozialen Herkunft ab als in anderen Ländern. Wiederum ist die Politikempfehlung von Jascha Dräger eindeutig: Damit die Kinder gleichere Startbedingungen haben, sollten hochwertige frühkindliche Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen weiter ausgebaut werden.
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Hängen Schulkompetenzen in Deutschland von sozialer Herkunft ab?: Nachgeforscht bei Jascha Dräger
Die Ungleichheit beim Wohneigentum angesehen hat sich der Wochenbericht 44/2025 Einfluss der Eltern auf das Wohneigentum der Kinder ist immer noch hoch, geht aber zurück. Zwar besitzen junge Menschen in Deutschland generell deutlich seltener Wohnimmobilien als ihre Eltern und wohnen zunehmend zur Miete. Wer jedoch aus einer Eigentümerfamilie stammt, hat weiterhin deutlich bessere Chancen, selbst in den eigenen vier Wänden zu leben.
Sehr schön für das ganze Institut ist der gute Start und der Aufbau der neuen Abteilung Kriminalität, Arbeitsmarkt und Ungleichheit unter Anna Bindler. Die erste Phase der Rekrutierung und des Onboardings wissenschaftlichen Personals ist erfolgreich abgeschlossen: Die ersten Postdoktorandinnen, Anna Hasselqvist und Isabella Wnuk-Soares, konnten für das Team gewonnen werden und haben ihre Tätigkeit in der Abteilung aufgenommen, ebenso begann Andreea-Maria Stoica, die erste Doktorandin, ihre Arbeit – ein wichtiger Meilenstein in der Aufbauphase der neuen Forschungsabteilung.
Im Juli ist der erste Wochenbericht 30/2025 Das Sicherheitsgefühl in Deutschland ist sozial und regional ungleich verteilt von Anna Bindler und Hannah Walther erschienen. Dieses Gefühl der Bevölkerung ist gesellschaftlich hoch relevant, denn die Angst vor Kriminalität kann die Lebensqualität mindern und individuelles Verhalten, etwa das Konsum- oder Arbeitsmarktverhalten, beeinflussen. Zudem kann sie politische Einstellungen und staatliches Handeln prägen. Ein Ergebnis des Berichts ist, dass die Angst vor Kriminalität nicht nur mit der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung zusammenhängt, sondern auch unabhängig davon zunehmen kann. So stieg etwa zwischen 2014 und 2017 die Kriminalitätsfurcht trotz sinkender Straftaten. Und: Regional betrachtet zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle: Die Kriminalitätsbelastung ist im Süden Deutschlands geringer und Menschen fühlen sich dort sicherer.
Anna Bindler erklärt im Glossarvideo den Begriff der Crime-Age-Curve. Die Wahrscheinlichkeit kriminell zu werden, ist im jugendlichen Alter am höchsten, so dass Prävention zu diesem Zeitpunkt am wirksamsten ist. Bildung und die Integration in den Arbeitsmarkt sind also die zwei Mittel der Wahl.
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Was kostet uns Kriminalität?
Im September fand dann die erste große Konferenz der Abteilung statt: The 16th Transatlantic Workshop on the Economics of Crime brachte Wissenschaftler*innen aus Europa und den USA zusammen.
© DIW Berlin
Auch für die Forschungsgruppe Lebensverlauf und Ungleichheit war 2025 ein Jahr der Neuanfänge und des Wachstums. Die ERC-Förderung für das WEALTHTRAJECT-Projekt von Philipp Lersch, das sich mit den Unterschieden im Vermögensaufbau über den Lebensverlauf zwischen verschiedenen sozialen Gruppen beschäftigt, hat begonnen. In diesem Bereich wird die Gruppe nun mit Mathis Herpell und Sascha dos Santos verstärkt. Hier konnte eine für das Projekt wichtige retrospektive Datensammlung zu Vermögensverläufen in die Wege geleitet werden. Im durch die Volkswagen Stiftung geförderten Projekt DECIPHE, das die intergenerationale Transmission von Wohneigentum untersucht, hat Bettina Hünteler die Arbeit aufgenommen und den Wochenbericht zur relativen Mobilität im Wohneigentum veröffentlicht.
Die Begutachtung des großen strategischen Sondertatbestands war im Jahr 2025 eines der prägenden Ereignisse für das Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Je eine Expert*innengruppe der Leibniz-Gemeinschaft und des Wissenschaftsrats hat in zweitägigen Besuchen die Zukunftspläne des SOEP im Detail geprüft.
Mit dem Erweiterungsvorhaben soll das SOEP zu einer flexiblen, hochfrequenten und responsiven Haushaltsbefragungsinfrastruktur weiterentwickelt werden. Im Zentrum steht das Ziel, die etablierten Stärken des SOEP als langfristig angelegte Längsschnittstudie mit innovativen methodischen und technischen Ansätzen so zu verbinden, dass eine deutlich zeitnähere Erhebung und Bereitstellung von Daten ermöglicht wird. Auf diese Weise soll die Relevanz des SOEP für Forschung, Politikberatung und Gesellschaft substanziell gestärkt werden.
Die bisherigen Rückmeldungen aus dem Begutachtungsprozess senden positive Signale; die finale Entscheidung steht jedoch erst im September 2026 an.
Hier finden Sie die 100-Jahres-Geschichte über das SOEP.
Das 100-jährige Jubiläum hatte es angestoßen und im Frühjahr ist es dann losgegangen: Das vom DIW Berlin geförderte Forschungsprojekt zur Rolle des DIW Berlin in der NS-Zeit, das unabhängige Historiker*innen der Universität Stuttgart jetzt bearbeiten.
Der Historiker Gunnar Take blickt im Podcast zurück auf die Geschichte des Instituts für Konjunkturforschung und erklärt auch wie es 1941 zur Umbenennung kam: “Im Nationalsozialismus ist dann der Name [Institut für Konjunkturforschung] gewissermaßen obsolet geworden, weil der Anspruch des nationalsozialistischen Regimes und der Wirtschaftslenkung gewesen ist, dass es keine Konjunkturen gibt."
Heute gibt es sie sehr wohl wieder, die Konjunkturforschung: Im Herbst war das DIW Berlin federführend im Team der fünf Wirtschaftsforschungsinstitute, die die Konjunkturprognose für die Bundesregierung erstellen. Die Leiterin Prognose und Konjunkturpolitik Geraldine Dany-Knedlik präsentierte gemeinsam mit Hannah Seidl die Gemeinschaftsdiagnose in der Bundespressekonferenz und fasste zusammen: Die deutsche Wirtschaft lässt die Talsohle hinter sich und dürfte in den kommenden zwei Jahren wieder etwas an Dynamik gewinnen, steht aber nach wie vor auf wackeligen Beinen.
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Was ist ein Konjunkturzyklus?
Im Mai diesen Jahres hat das Kuratorium Sabine Zinn zur Direktorin des SOEP berufen und in der Novembersitzung des Gremiums ist es durch ihre Unterschrift auch offiziell geworden. Damit ist sie zum 1. Dezember 2025 zugleich dem DIW-Vorstand beigetreten.
Katharina Wrohlich, Leiterin der DIW-Forschungsgruppe Gender Economics, wurde von Bundesgleichstellungsministerin Karin Prien zur Vorsitzenden der Expert*innenkommission „Bürokratiearme Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie (EU)“ berufen. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verfolgt das Ziel, dass Männer und Frauen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten und soll bis Juni 2026 in Deutschland umgesetzt werden.
Wir konnten dieses Jahr tollen Promovierenden zum Abschluss ihrer Arbeiten gratulieren:
In der Abteilung Makroökonomie haben Laura Pagenhardt und Hannah Seidl beide ihre Dissertationen mit summa cum laude abgeschlossen. Hannahs Titel war „Essays in Macroeconomics” und Laura schrieb über „Policy in Practice: Communication, Rules, and Income Inequality – Essays in Empirical Macroeconomics”.
Robin Sogalla war Teil der DIW Graduate Kohorte 2020 und promovierte in der Abteilung Unternehmen und Märkte. Er hat seine Dissertation mit dem Titel „International Trade and Climate Policy: The Role of Firm Heterogeneity“ mit summa cum laude abgeschlossen.
Die Dissertation von Izabela Wnuk-Soares, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Staat und der Abteilung Kriminalität, Arbeitsmarkt, Ungleichheit hat den Titel „Essays on Immigration, Population Aging, and Labor Markets“. Auch sie verteidigte mit summa cum laude.
Ebenso hat Felix Schmidt aus der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt seine Dissertation mit dem Titel „Modeling variable renewable energy systems. The role of weather uncertainty, heating and long-duration storage" mit summa cum laude verteidigt.
In derselben Abteilung hat Martin Kittel erfolgreich seine Dissertation zum Thema „Five Essays in Energy System Analysis – Exploring the Dunkelflaute and Unintended Storage Cycling” verteidigt.
Virginia Sondergeld hat in der Abteilung Staat bzw. in der Forschungsgruppe Group Gender Economics ihre Dissertation „Women in management: Essays in Gender and Labor Economics” erfolgreich verteidigt.
Die Dissertation von Barbara Stacherl aus dem SOEP mit dem Titel „Spatial Healthcare Access: Measurement, Health-Related Outcomes, and Healthcare Utilization“ hat diese mit summa cum laude abgeschlossen.
Sonali Chowdhry aus der Abteilung Unternehmen und Märkte hat ein Add-on Fellowship for Interdisciplinary Science and Transfer der Joachim Herz Stiftung bekommen. Dieses Stipendium fördert Wissenschaftler*innen aus den Ingenieur-, Wirtschafts- und Lebenswissenschaften, die an innovativen, interdisziplinären Forschungsvorhaben arbeiten und motiviert sind, das Transferpotenzial ihrer Forschung weiterzuentwickeln.
Das WIMFEH-Team (Women in Macroeconomics, Finance and Economic History) um Pia Hüttl hat beim INSIGHTS Summit Berlin, einem Projekt zur Wissenschaftskommunikation, organisiert von der Berlin School of Economics, dem WZB und dem DIW Berlin, mitgemacht und dabei den Science Slam gewonnen.
Es gibt drei Berufungen Ehemaliger zu berichten: Chi Hyun Kim ist jetzt Juniorprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin ebenso wie Ben Schumann, auch er wurde auf eine Juniorprofessur an der HU Berlin berufen. Stephanie Ettmeier ist jetzt Assistant Professor am Center for Economic Research and Graduate Education – Economics Institute (CERGE-EI) in Prag.
2006 ist unser Graduate Center gegründet worden. Kerstin Bernoth, Co-Dean im Graduate Center, blickt mit dem damaligen Gründer Georg Meran zurück auf diese Erfolgsgeschichte. Interviews mit Ehemaligen finden Sie in dieser 100-Jahres-Geschichte.
Jonas Hannane erhielt den "Best Paper Award for Junior Scholars" der Fakultät VII an der TU Berlin für seinen im Journal Management Science veröffentlichten Beitrag "Who Is AI Replacing? The Impact of Generative AI on Online Freelancing Platforms". Jonas war GC/BSE-Doktorand in der Abteilung Unternehmen und Märkte. Die nun ausgezeichnete Forschungsarbeit entstand im Rahmen seiner Dissertation.
Adrián Santonja di Fonzo, Doktorand in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt war zu einem Forschungsaufenthalt an der Columbia University in New York. Und er erhielt den the Best Poster Award beim Heartland Environmental and Resource Economics Workshop der University of Illinois Urbana-Champaign.
Im Rahmen der CIDER-LERN Conference 2025 am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe in Bamberg wurde Jascha Dräger, Wissenschaftler im SOEP, mit dem ersten Preis des CIDER Public Science Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung hebt die Spitzenqualität seines Wochenberichts "Sprach- und Mathekompetenzen hängen in Deutschland bei Schulstart stärker von sozialer Herkunft ab als in anderen Ländern" hervor und prämierte das Gesamtpaket mit Audio- und Videointerview.
Auf dem 2025 European Winter Meeting der Econometric Society, das in Nicosia auf Zypern stattfand, wurden Lavina Kinne und Virginia Sondergeld mit dem Best Paper Prize ausgezeichnet. Das prämierte Projekt der beiden heißt: “Meet my family: women in leadership and gender stereotypes in the media”.
In der Studie untersuchen die beiden Autorinnen die mediale Berichterstattung über Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen. Ihre Analyse von rund 45.000 Zeitungsartikeln aus drei großen deutschen Tageszeitungen zeigt, dass die Medienberichterstattung über Frauen und Männer in herausgehobenen Management-Positionen Geschlechterstereotype reproduziert.
Der Tagesspiegel hat eine Reihe zu den 100 Köpfen der Wissenschaft 2025 gestartet und Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt, und Sabine Zinn, Direktorin SOEP, sind ausgezeichnet worden.
Der Vorstand zeichnete folgende Wissenschaftler*innen für ihre Publikationen aus:
Bei der Kategorie Referierte Artikel war Mathis Herpell auf dem ersten Platz. Er hatte zusammen mit Moritz Marbach, Niklas Harder, Alexandra Orlova, Dominik Hangartner, Jens Hainmueller den Aufsatz „The Impact of Private Hosting on the Integration of Ukrainian Refugees in Germany” veröffentlicht. (In: Nature Human Behaviour, 2025, im Ersch. [online first: 2025-09-10])
Sonali Chowdhry erhielt den zweiten Preis für die Studie, die sie gemeinsam mit Julian Hinz, Katrin Kamin und Joschka Wanner geschrieben hat: „Brothers in Arms: The Value of Coalitions in Sanctions Regimes“, Economic Policy, 2024, 39, 118, S. 471–515.
Auf Platz drei ist Josefin Meyer und ihr gemeinsam mit Gita Gopinath, Carmen M. Reinhart und Christoph Trebesch veröffentlichter Text: „Sovereign vs. Corporate Debt and Default: More Similar than You Think“, Journal of International Economics, 2025, 155, 104082, 27 S.
Auch die besten Wochenberichte wurden prämiert:
1. Platz: WB 3/2025 Managerinnen-Barometer 2025 (Lavinia Kinne, Katharina Wrohlich, Virginia Sondergeld, Anja Kirsch)
2. Platz: WB 45/2024 Wärmemonitor 2023: Trotz weiter gestiegener Preise sparen private Haushalte weniger Heizenergie (Sophie M. Behr, Till Köveker und Merve Kücük)
3. Platz: verschiedene SÖT Editorials (Franziska Holz, Alexander Schiersch)
3. Platz: WB 35/2025 Willkommensgefühl bröckelt: Geflüchtete nehmen Diskriminierung am Arbeits- und Wohnungsmarkt wahr (Philippa Cumming, Ellen Heidinger)
Die PhD Climate Policy Summer School zu den wirtschaftlichen Grundlagen der Energie- und Klimapolitik wurde in diesem Jahr von der Abteilung Klimapolitik des DIW Berlin, der TU Berlin und der Université Libre de Bruxelles unter dem Titel „Decarbonization Investment Under Uncertainty” (Investitionen in die Dekarbonisierung unter Unsicherheit) veranstaltet und fand vom 15. bis 19. September 2025 in Berlin statt. Durch die Vermittlung von fortgeschrittenen Kenntnissen im Bereich Energie- und Klimapolitik soll die Veranstaltung den Aufbau eines Netzwerks von Studierenden fördern, die sich für die theoretische Analyse von Energie- und Klimapolitik interessieren.
Im Mai fand der 5. jährliche Workshop von WIMFEH statt. Sein Ziel ist es, Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen zusammenzubringen, um den Austausch von Ideen und Erfahrungen in den Bereichen Makroökonomie, Finanzen und Wirtschaftsgeschichte zu fördern. Die Keynote-Vorträge hielten Cláudia Custódio (Imperial College Business School), Stefanie Huber (University of Bonn) und Antonella Trigari (Bocconi University).
Die Abteilung Unternehmen und Märkte richtete einen großen, zweitägigen Workshop aus: Den Digital Economy Workshop, der Forscher*innen u.a. aus den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, der Informatik und anderen Gebieten, die die Digitalisierung untersuchen, zusammenbringt.
Gruppenfoto beim Digital Economy Workshop 2025 im Innenhof des Instituts
Der andere Workshop war in Zusammenarbeit mit dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und drehte sich um „Productivity”.
Auch die Abteilung Makroökonomie lud zu einer tollen Konferenz am Institut ein, bei der unter anderem Claudia Buch und Jens Südekum auf dem Panel saßen: Fiscal Policy, Debt, and Inequality.
In diesem Jahr hielt Andrea Nahles, Vorständin der Bundesagentur für Arbeit, beim Mittagsempfang des Vereins für Socialpolitik in Köln die Keynote und sprach über die Implikationen der industriellen Transformation für den Arbeitsmarkt. Geschichte Nr. 68 erzählt von den neuen Anforderungen, die sich durch KI und Digitalisierung bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt ergeben.
Andrea Nahles gab einen Einblick in die Arbeit der Bundesagentur für Arbeit und erklärte, wie die Arbeitsagentur mit der industriellen Transformation umgehen will.
© DIW Berlin
Vom 22. bis 26. September 2025 fand zum zweiten Mal eine Summer School für PhD Studierende und Postdocs in Warschau statt. Dafür kooperierte das Graduate Center erneut mit der Wirtschaftsfakultät der Universität Warschau. Die Dozenten Michael McMahon (Oxford Universität) und Sophia Kazinnik (Stanford Universität) gaben ihre Kenntnisse über neueste Entwicklungen im Bereich Machine Learning und Large Language Models an die internationalen Teilnehmenden weiter. Die PhD-Studierenden profitierten zusätzlich von der Expertise, da sie auch ihre eigenen Forschungsprojekte präsentierten.
Die Wissenschaftler*innen der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt haben ihre Forschungsmethoden und -ergebnisse wieder auf zahlreichen wissenschaftlichen Tagungen vorgestellt. Ein Highlight war die internationale Jahreskonferenz der IAEE, der Internationalen Vereinigung für Energieökonomik, in Paris im Juni 2025. Dort haben Franziska Holz, Martin Kittel und Lukas Barner aktuelle Forschungsarbeiten zu Dunkelflauten, Wasserstoffmodellen und Erdgasspeichern vorgestellt Außerdem hat ein Projekttreffen mit den Kolleg*innen aus dem deutsch-französischen Projekt MINDSET_Clean_H2 zur Wasserstoffwirtschaft stattgefunden.
Insgesamt veröffentlichten die Wissenschaftler*innen des DIW Berlins im Jahr 2025 85 referierte Aufsätze, indexiert im Web of Science, sieben sind noch im Erscheinen und sie hielten 213 Vorträge (Stand Anfang Oktober).
Auch auf den international renommierten Konferenzen des Vereins für Socialpolitik (VfS) sowie der European Economic Association/Econometric Society war das Institut im Jahr 2025 präsent: bei ersterer mit acht Vorträgen und bei der EEA mit zweien.
Unsere Wissenschaftler*innen sind aufgrund ihrer Expertise sehr gefragte Interviewpartner*innen und veröffentlichen Gastbeiträge in vielen Zeitungen und Zeitschriften. Sie können ihnen auch direkt auf Social Media folgen und werden so aktuell informiert.
Alexander S. Kritikos veröffentlichte einen Gastbeitrag über das Scheitern des Bürokratieabbaus in der Frankfurter Rundschau.
Peter Haan sprach im ARD Morgenmagazin über mögliche Rentenreformen:
Geraldine Dany-Knedlik hat im ZDF-Morgenmagazin über die Olympia-Bewerbung der Stadt München gesprochen:
Der Leibniz-Wirtschaftsgipfel hatte die Frage: Neue Bundesregierung – neue Wirtschaftspolitik? Marcel Fratzscher diskutierte mit den Panelist*innen der anderen Leibniz-Wirtschaftsforschungsinstitute: mit Nicola Fuchs-Schündeln (WZB), Clemens Fuest (ifo), Reint E. Gropp (IWH), Florian Heider (SAFE), Christoph M. Schmidt (RWI Essen), Moritz Schularick (Kiel Institut) und Achim Wambach (ZEW).
Das im März 2025 beschlossene Sondervermögen des Bundes in Höhe von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur bot Gelegenheit, die sozial-ökologische Transformation entscheidend voranzutreiben. Damit es seine volle Wirkung entfalten kann, müssen die Mittel gezielt eingesetzt werden. Auf der Podiumsdiskussion „Sozial-ökologische Transformation – Wie kann das beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur gezielt und erfolgsbringend eingesetzt werden?“ diskutierte Geraldine Dany-Knedlik mit Klaus Günter Deutsch, Abteilungsleiter Research, Industrie- und Wirtschaftspolitik beim BDI e.V. und Regina Weber, Bereichsleiterin Transformation der Industrie, Energie-, Klima- und Strukturpolitik bei der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG Bergbau-Chemie-Energie, über den richtigen Einsatz.
Im November fand ein gemeinsames Veranstaltungsformat mit dem Frankfurter Institut für Finanzmarktforschung SAFE und dem IW Halle statt: Finance, Forschung, Fingerfood – Indikatoren 2.0. Sonja Dobkowitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Makroökonomie am DIW Berlin, stellte zunächst einen Indikator zur Nachhaltigkeit der deutschen Wirtschaft vor. Michael Kötter, stellv. Präsident und Leiter der Abteilung Finanzmärkte am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erläuterte den EREI-Index “Real Estate” des IWH. Alexander Hillert, Co-Director Department "Financial Intermediation"am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE erklärte die Methodik des SAFE Manager Sentiment Index.
Wissenschaftskommunikation direkt mit der interessierten Öffentlichkeit fand auf der Langen Nacht der Wissenschaften in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in der Chausseestraße statt. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften diskutierten Claudia Kemfert, Konstantin Kholodilin und Jürgen Schupp mit den Besucher*innen über Klima und Wirtschaft, bezahlbares Wohnen und die Ergebnisse des Pilotprojekts Grundeinkommen.
Florian Griese und Konstantin K. Kholodilin sind mit den von ihnen betreuten Teams ins Bundesfinale beim YES! Young Economic Solutions 2025 gekommen. Bei diesem Treffen machen Schüler*innen aus ganz Deutschland mit und diskutieren über ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Lösungen.
Am Girls’ Day empfing das Gleichstellungsteam 15 Mädchen zwischen elf und 14 Jahren. Sie lernten die Arbeit der Mitarbeitenden kennen und machten auch selbst bei der Erstellung und Bearbeitung von Karten, Skizzen, Kalkulationen und Fragebögen mit.
Mit noch jüngeren Kindern fanden die Berliner Märchentage statt und das DIW Berlin begrüßte eine vierte Grundschulklasse. Elke Holst las in gemütlicher Atmosphäre im Saal das Grimmsche Märchen „Die drei Sprachen“ vor. Anschließend wurden viele interessierte Fragen gestellt.
Der Wochenberichtspodcast ist auch bei Apple Podcasts und bei Spotify abonnierbar. Hier finden Sie drei unserer Audiointerviews:
Dieses Jahr standen zwei Leitlinien im Fokus: Die Drittmittelstrategie wurde aktualisiert. Die Änderungen betonen, dass Drittmittel den Forschenden genügend Zeit geben sollten, um hervorragende Publikationen zu veröffentlichen. Zur Strategie gibt es ein neues Umsetzungspapier, das DIW-Mitarbeitenden, die sich um Drittmittel bewerben möchten, als Hilfe dienen soll. Zudem hat der Vorstand eine Open-Science-Leitlinie verabschiedet. Der Hintergrund ist die Verabschiedung der Open Science Policy der Leibniz-Gemeinschaft 2022: Wissenschaftliche Erkenntnisse, Daten, Methoden und Prozesse sollen möglichst frei zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar sein. Das DIW Berlin bekennt sich als Leibniz-Institut zu diesen Zielen und hält in seiner neuen Leitlinie aktuelle und zukünftige Handlungsfelder und Ziele fest.
Seit April 2025 ist Christian Lewke Leiter der neu gegründeten Stabsstelle Recht und Beschaffung.
Die Diversity-Managerin Maike Theißing hat einen Raum der Stille eingerichtet. Er steht allen Mitarbeitenden unabhängig von Religion oder Weltanschauung offen – ob zum Beten, Meditieren, Innehalten oder einfach zum kurzen Durchatmen im hektischen Arbeitsalltag. Gleichzeitig soll der Raum auch ein Rückzugsort für Personen sein, die empfindlich auf äußere Reize reagieren, zum Beispiel neurodivergente Menschen (Personen mit Autismus; ADHS) oder Personen, welche grundsätzlich eher introvertiert sind.
Hier finden Sie die 100-Jahresgeschichte D wie Diversity.
Neben Deutsch-Kursen bietet das Institut ein Sprachtandem-Programm an. Hier treffen sich zwei oder mehr Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen, um sich gegenseitig beim Lernen der jeweils anderen Sprache zu unterstützen.
Bei den DIWomen Vernetzungstreffen war Maike Hilbig zu Gast, die von der immer noch sehr männlich geprägten Jazz-Szene und einer für Frauen nicht immer angenehmen Atmosphäre an der Musik-Hochschule erzählte. Auch Eva-Marie Höller-Cladders berichtete von ihrem Werdegang: Sie hatte nach langer Zeit als PR-Expertin den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und ist Kommunikations-Coach geworden.
Social Media ist für unsere Kommunikation extrem wichtig, hier informieren sich Menschen über aktuelle Themen und brauchen verlässliche Informationen. Die bekommen sie von direkt von uns. Hier finden Sie alle unsere Audio- und Videobeiträge von 2025. Folgen Sie uns auf YouTube, X, LinkedIn, Instagram und Bluesky!
Auf YouTube finden Sie kurze Filme über unsere Abteilungen:
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„Mit unserer Forschung gestalten wir Politik“: Die Abteilung Staat und die Forschungsgruppe Gender Economics
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„Märkte brauchen klare Regeln“: DIW-Abteilung Unternehmen und Märkte stellt sich vor
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Wer profitiert beim Wirtschaftswachstum? : Abteilung Makroökonomie am DIW Berlin
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Klimaneutralität: Möglich, notwendig – und oft zu langsam! : Das DIW Berlin heute: Die Abteilung Klimapolitik
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„Wir wollen gesellschaftlichen Wandel verstehen“: Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) stellt sich vor
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„Klimaschutz bringt Vorteile für die gesamte Volkswirtschaft“: Das DIW Berlin heute: Die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt stellt sich vor
Außerdem ist ein neues kleines Videoformat mit dem klingenden Namen „Bildschirm teilen” auf YouTube online gegangen. Hier nehmen die Forschenden die Zuschauer*innen mit in ihre Publikationen oder Schaubilder und können etwas ausführlicher ihre Arbeitsstände erklären. Zum Beispiel hier Wolf-Peter Schill über den Stand der Energiewende.
Dieses Jahr blickten wir nicht nur zurück, sondern auch voraus: Nachdem die letzte Evaluierung im Jahr 2019 durchgeführt wurde, findet im kommenden Jahr, im Mai 2026, die nächste statt. Auf zwei Probebegehungen präsentierten sich die wissenschaftlichen Abteilungen im September 2025 einmal gegenseitig und einmal dem Wissenschaftlichen Beirat, um wichtiges Feedback einzusammeln und sich gut auf die echte Evaluierung vorzubereiten.
Wenn Ihnen der kurze Einblick gefallen hat, aber Ihr Wissensdurst noch nicht gestillt ist, finden Sie noch viel mehr Informationen auf unserer Webseite. Wir freuen uns auf viele weitere spannende Themen, evidenzbasierte Diskussionen und Ihr Interesse an unserer Arbeit auch im kommenden Jahr!
Alle kommenden Veranstaltungen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier. Melden Sie sich an – wir freuen uns auf Sie!
Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschlussorgan des DIW Berlin. Die Mitglieder unterstützen den Vereinszweck durch ihre Tätigkeit innerhalb und außerhalb des Vereins. Ständige Mitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin. Sie fördern das Institut auf der Grundlage von Artikel 91b des Grundgesetzes und nach Maßgabe des GWK-Abkommens. In diesem Rahmen erhält das Institut Zuwendungen von Bund und Ländern.
Bundesrepublik Deutschland
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bundesministerium der Finanzen
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Bundesministerium für Verkehr
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Deutsche Bundesbank, Frankfurt a. M.
Deutsche Post AG, Bonn
Deutsche Telekom AG, Bonn
Land Berlin
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Senatsverwaltung für Finanzen
Freie und Hansestadt Hamburg
vertreten durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Freistaat Bayern
vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, München
Land Brandenburg
vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, Potsdam
Land Nordrhein-Westfalen
vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Düsseldorf
Vereinigung der Freunde des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (VdF)
Deutscher Gewerkschaftsbund, Bundesvorstand, Berlin
Dr. Michael Wolgast
Das Kuratorium des DIW Berlin besteht aus Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentlicher Verwaltung. Gegenüber dem Vorstand nimmt das Kuratorium Aufsichts- und Beratungsfunktionen wahr. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Bestellung von wissenschaftlichen Abteilungsleitungen, Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats und des SOEP Survey Rats.
Der Wissenschaftliche Beirat des DIW Berlin besteht aus zwölf international angesehenen aktiven Wissenschaftler*innen. Er berät das Institut in wissenschaftlichen Fragen, bewertet die Forschungsarbeit und berichtet dem Kuratorium. Der Wissenschaftliche Beirat ist auch an Berufungs- und berufungsähnlichen Auswahlverfahren beteiligt.
Die Vereinigung der Freunde e.V. (VdF) unterstützt seit dem Jahr 1951 finanziell und ideell die Arbeit des DIW Berlin. Der Verein will die Vernetzung im nationalen und internationalen Bereich fördern und die Kommunikation zwischen WissenschaftlerInnen und UnternehmerInnen stärken. In der Vereinigung der Freunde sind Unternehmen aus allen Bereichen der Industrie und des Dienstleistungsgewerbes sowie die wichtigsten Unternehmensverbände vertreten. Der exklusive und regelmäßige Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern der VdF und dem DIW Berlin, aber auch der Mitglieder untereinander, wird von allen Beteiligten sehr geschätzt und bietet viele Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sowie zur Pflege von informellen Netzwerken. Die VdF unterstützt beispielsweise wissenschaftliche Veranstaltungen und die Masterclasses des DIW Graduate Center.
Vorsitzender
Christian Kloevekorn
Stellvertretender Vorsitzender
Paul Jörg Feldhoff
Vorstandsmitglied
Stefanie Salata
Vorstandsmitglied
Dr. Christian Schede
Geschäftsführerin
Dr. Denise Rüttinger,
Geschäftsführerin des DIW Berlin
© DIW Berlin