Farbzauber (Copyright)  Berlin Reichstag Bundestag
Pressemitteilung, 13.09.2017

Frauenanteil in deutscher Politik noch ziemlich weit entfernt von der Parität – Anteil der Kandidatinnen der aussichtsreichsten Parteien für die kommende Bundestagswahl bei 36 Prozent – Weibliche Repräsentation auf Landes- und vor allem Kommunalebene sehr heterogen – ... mehr

Daniel Kuhne (Copyright)  Lackierer Lackieren Lackierung
Pressemitteilung, 13.09.2017

Setzen Kleinstbetriebe Innovationen um, erhöht sich ihre Produktivität ähnlich wie bei größeren Betrieben – Kleinstbetriebe sind aber seltener innovativ als kleine und mittlere Betriebe – Politik muss untersuchen, welche Maßnahmen sich positiv auf ... mehr

John Stevens (Copyright)  Lagerwirtschaft Lageristen Lagerarbeiter
Interview, 13.09.2017

Herr Kritikos, das DIW Berlin hat das Innovationsverhalten von kleinsten, kleinen und mittleren Betrieben untersucht. In welchen Größenordnungen bewegen sich solche Betriebe und welche Rolle spielen sie für die Wirtschaft? Wenn wir von kleinsten Betrieben sprechen, dann sind das ... mehr

puje (Copyright)  Statistik Diagramm Bilanz
Pressemitteilung, 07.09.2017

Bruttoinlandsprodukt in Deutschland steigt 2017 und 2018 um jeweils 1,9 Prozent, 2019 um 1,6 Prozent – Verhaltene Lohn- und Inflationsentwicklung spricht nicht dafür, dass Wirtschaft überhitzt – Globales Wachstum ist intakt – Unsicherheiten bestehen weiterhin Die ... mehr

LFL (Copyright)  Münzen Geldstück Münze
Interview, 07.09.2017

Herr Fichtner, der deutschen Wirtschaft ging es in den letzten Quartalen ausgesprochen gut. Gilt das auch für die Zukunft? Nach unserer Einschätzung wird die deutsche Wirtschaft ihr hohes Wachstumstempo zunächst einmal beibehalten können. Die zweite Jahreshälfte wird nicht ... mehr

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von Alexander S. Kritikos, Marian Hafenstein, Alexander Schiersch, in DIW Wochenbericht

Obwohl die Innovationsausgaben von kleinen und mittleren Unternehmen zuletzt wieder angestiegen sind, hat sich seit dem Ende der Finanzkrise im Jahr 2009 bei diesen Aufwendungen eine Schere zwischen kleineren Unternehmen und Großunternehmen aufgetan. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Bericht das Innovationsverhalten von kleinsten, kleinen und mittleren Betrieben im verarbeitenden Gewerbe und bei den wissensintensiven Dienstleistungen. Auf Basis des vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Verfügung gestellten Betriebspanels zeigt der Bericht, dass der Anteil der Betriebe, die Innovationen anstoßen, mit der Zahl der Beschäftigten steigt. Unter den Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Beschäftigten betrug der Anteil der innovierenden Betriebe 50 Prozent, unter den kleinen Betrieben 63 Prozent und unter den mittleren Betrieben 78 Prozent. Es wagt sich somit auch ein wesentlicher Teil der Kleinstbetriebe an die Umsetzung von Innovationen, meistens nutzen sie dafür jedoch keine F&E-Beschäftigten. Zugleich machen die Analysen deutlich, dass es denjenigen Kleinstbetrieben, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen, in ähnlicher Form wie kleinen und mittleren Betrieben gelingt, Produkt- oder Prozessinnovationen einzuführen und damit ihre Arbeitsproduktivität zu erhöhen. Der Politik stellt sich die Frage, ob und wie sie Kleinstbetrieben zur allgemeinen Förderung der Wettbewerbsfähigkeit mehr Anreize für Innovationen setzen sollte. Dafür bedarf es weiterer Forschung, die im Rahmen von randomisierten Feldexperimenten untersucht, welche Politikmaßnahmen positive Effekte auf die Innovationstätigkeit von Kleinstunternehmen entfalten.

von Daniela Arregui Coka, Ronny Freier, Johanna Mollerstrom, in DIW Wochenbericht

Obwohl viele Verantwortliche in der Politik das grundsätzliche Ziel einer Parität zwischen Männern und Frauen auf allen Ebenen unterstützen, sieht die Realität in Deutschland anders aus. Im Bundestag sind aktuell 37,1 Prozent der Abgeordneten Frauen. Für die anstehende Bundestagswahl kandidieren auf den Landeslisten für die sechs Parteien, die die größte Wahrscheinlichkeit haben, in den Bundestag einzuziehen, 1979 Personen, davon 35,7 Prozent Frauen. Eine Analyse dieser Listen nach Partei zeigt, dass die aktuell im Bundestag vertretenen Parteien zum Teil deutlich höhere Frauenanteile unter ihren KandidatInnen aufweisen als FDP und AfD. Auf den 48 Topplätzen – den drei ersten Positionen der jeweiligen 16 Landeslisten – stehen bei Bündnis 90/Die Grünen 32, bei den Linken 27 und bei der SPD 25 Frauen. Auch die CDU/CSU liegt mit 15 Frauen noch vor der FDP mit elf und der AfD mit acht Bewerberinnen. Historisch wurden von 263 Ministerposten seit Gründung der Bundesrepublik nur 43 mit Frauen besetzt. Auch wenn Deutschland eine Kanzlerin hat und das aktuelle Bundeskabinett fast paritätisch besetzt ist, gibt es bis heute Ministerien, die noch nie von einer Frau geleitet wurden. Die Regierung, die aus der Bundestagswahl hervorgeht, würde eine Vorbildfunktion erfüllen, wenn sie sich explizit zur Parität bekennt. In Landtagen und Kreisvertretungen sind Frauen noch weiter unterrepräsentiert als auf nationaler Ebene. In ersteren liegt die Frauenquote bei lediglich 31 Prozent und ist zuletzt sogar gesunken. Nur drei von 16 Bundesländern werden von einer Frau als Regierungschefin geführt. Bei den fast 400 Kreisvertretungen in den deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten ist die Situation sehr heterogen: Die Quote weiblicher Kreistagsmitgliedern schwankt hier zwischen zehn und 47,5 Prozent. In keiner einzigen Kommune ist damit die vollständige Parität gewährleistet. Der internationale Vergleich legt nahe, dass freiwillige Quoten der Parteien – wie sie auch in Deutschland existieren – durchaus sinnvoll sein können, um Parität zu erlangen. Ihre Wirkung würden solche Quoten entfalten, wenn sie alle Parteien auf alle Ebenen einsetzen. Auch sollten sich Wählerinnen und Wähler einbringen und von den Parteien eine paritätische Repräsentation einfordern.

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Wie hoch ist der Frauenanteil unter den KandidatInnen für die ? "Nachgeforscht" bei J.Mollerstrom
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